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Mär 02 2016

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Der „Fall Pianissima“

Der Ablauf der Ereignisse, die zum Tod der Stute Pianissima geführt haben, liest sich nach den Aufzeichnungen der Gestütsangestellten und der Tierärzte wie folgt: „Pianissima nahm am Tag zuvor an einer Zuchtstutenbewertung teil, und jeder konnte sehen, dass sie in ausgezeichneter Verfassung war. Am folgenden Tag reiste Marek Trela nach Rom, wo er die Nachricht erhielt, dass die Stute Anzeichen von Kolik zeigte. Um 15:45h hatte ein Stallarbeiter die ersten Anzeichen erkannt: Pianissima hatte sich gelegt und gewälzt. Sie erhielt schmerzlindernde Mittel und Beruhigungsmittel und als die rektale Untersuchung den Befund bestätigte, wurde sie sofort zur Tierklinik nach Warschau (169 km von Janow Podlaski) gefahren, wo die Operation um 19:45h begann. Es zeigte sich, dass sie eine Darmverschlingung hatte mit erheblicher Drehung und einem Darmdurchbruch. Nach Beratung mit Direktor Trela, wurde entschieden, die Stute einzuschläfern.“
Darmverschlingung ist ein ernster, oftmals tödlicher Zustand, der nicht verhindert oder vermieden werden kann. Wenn mehr als eine Stunde zwischen der Diagnose und der Operation vergeht, sind die Chancen, dass das Pferd überlebt, sehr gering. Die Operation kann nur in der Klinik durch qualifiziertes Personal durchgeführt werden; solch eine Operation kann man nicht unter Feldbedingungen durchgeführen.
gw
Pianissima + Trela - IMG_9358-600px
Pianissima (89) - IMG_6650 (c) Waiditschka-600px
Pianissima - IMG_4792 (c) Waiditschka-600px

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