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Mai 23 2016

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Open Day bei Sax Arabians

Bei strahlendem Frühlingswetter fand am Samstag 21. Mai der „Tag der Offenen Tür“ bei Sax Arabians statt. Rund 450 Zücher und solche, die es noch werden wollen, waren der Einladung gefolgt und trafen sich zu einem gemütlichen Beisammensein in entspannter Atmosphäre. Aber natürlich waren die Hauptakteure die Pferde, und hier insbesondere die neuen Fohlen aus diesem Jahr. Meine persönliche Favoritin war das Rappstutfohlen Marnica (Martice / Marni) – gerade mal vier Wochen alt aber traben kann sie, wie die Großen! Kein Wunder, ist doch ihr Vater der junge Beschäler Martice (Al Justice / Miss Marenga), Gold-Schleifen-Hengst an der VHS in Alsfeld letztes Jahr, ebenfalls für seine Bewegungen bekannt, für die er schon so manche „20“ kassiert hat. Ihre Mutter Marni ist ein Phänomen als Zuchtstute, sie hat in neun Zuchtjahren neun Fohlen geliefert und ist Mutter der beiden Hengste Marshan (Goldschleife VHS Kreuth) und Marnay Al Justice (Silberschleife VHS Alsfeld), sowie von sieben Stutfohlen, unter ihnen Marna (von Meshan ibn Kubinec), ebenfalls Zuchtstute bei Sax Arabians. Auch der kleine Martice-Sohn Manhattan weiß sich zu bewegen, hat eine sehr schöne Selbsthaltung und ein schönes Gesicht. Allein mit diesen beiden Fohlen hat der junge Martice seine Qualitäten als Deckhengst bewiesen, denn seine Kinder haben „Gummi“, ähnlich wie er es als Fohlen gezeigt hatte.


Bleiben wir noch bei Marni und ihrer Tochter Marna, die ebenfalls gezeigt wurde. Sie führt ein Fohlen von Al Marid namens Mari Luis, sehr harmonisch gebaut und mit feinem Gesicht. Aus derselben „Familie“ kommt auch Marshans kleine Tochter Aura Bint Marshan aus der Psyna Al Justice, die einmal mehr Marshans Qualitäten als Vater unterstreicht.
Wenn wir von Zuchtleistung sprechen, darf man natürlich auch Essteema nicht vergessen – sie hat seit 2002 13 Fohlen das Leben geschenkt. Es gibt sicher nicht viele Triple-Crown-Siegerinnen, die eine ähnliche Zuchtleistung erbracht haben. Aber nicht nur Masse, sondern auch Klasse zeichnet die Zuchtleistung aus: Unter Essteemas Nachkommen finden wir den Deckhengst im Gestüt Sax Europe Al Khidar, sowie die drei Zuchtstuten Esskhija, Essteena und Essdrema, alle von Khidar. Am Samstag wurde Sie nun mit ihrem jüngsten Spross gezeigt: Baaheem von Baahir El Marwan, ein kleines Hengstchen mit sehr feinem Gesicht.
Schön war es auch, Justiaan unter dem Sattel zu sehen, geritten von Manuela Frech. Auch wenn er bei seinem ersten Auftritt vor Publikum noch etwas „spannig“ war, so hat er durchaus Qualitäten und macht unter dem Sattel eine gute Figur. Ein hübscher war er schon immer, kein Wunder bei dem Vater WH Justice, und es wäre schön, wenn er in Zukunft beweisen könnte, dass eine „Schau-Abstammung“ nicht automatisch ein Pferd „unreitbar“ macht.
Als „Leckerbissen“ wurde die Veranstaltung, nachdem die Fohlen gezeigt waren, nach draußen in die Sonne verlegt – sehr zur Freude der Zuschauer, von denen jeder zweite einen Fotoapparat oder sein Handy in der Hand hatte, um die Momente einzufangen. Hier traten einige Jährlinge und Zwei- und Dreijährige auf. Unter ihnen auch Lamandro, der EKS Alihandro-Sohn, der am vorigen Wochenende in Berlin seine Klasse gewann und das Bronze-Championat der Junghengste – übrigens hinter seinem Stallgenossen Farid Ibn Amir, der Gold-Champion wurde. Sowohl Justiaan als auch Lamandro stammen aus der Lamana, die zwischenzeitlich verkauft wurde. Den Abschluß machte Martice, der mit seiner dunkelbraunen Jacke im Sonnenschein natürlich viel besser zur Geltung kam, als in der Halle.
Mit diesen Bildern im Kopf, traten die ersten Zuschauer die Heimreise an, die anderen schlenderten noch durch die Ställe. Wer nicht schon vorher Araberfan war, wurde es spätestens im großen Stutenstall, wo die Stuten mit ihren Fohlen nicht genug davon bekommen konnten, gestreichelt und gekrault zu werden. Gerade dieser persönliche Kontakt überzeugt „Newcomer“ vom Charakter des Arabers, und beweist ihnen, dass die Araber keineswegs alle „spinnert“ sind.
gw

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