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Jul 07 2017

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Prikhot – geboren um zu siegen

Prikhot begründete eine der begehrtesten Stutenfamilien in der russischen Rennpferdezucht. Sie entstammt der Stutenlinie der Rodania (siehe letzte Ausgabe) in Anpaarung mit dem Hengst Sport, der zwar seinem Namen alle Ehre machte, aber im Exterieur nicht dem idealen Araber entsprach.

Prikhot - colour-600pxDie Verwendung des Hengstes Sport (Priboj Solianka II), um Zuchtstuten zu erzeugen, ist zu einer großen Herausforderung für die Züchter im Gestüt Tersk geworden. Denn trotz der Tatsache, dass er ein mehrfacher Sieger in hochklassigen Rennen war, Champion und Sieger in vielen Gruppen-Rennen, so war doch sein Exterieur sehr unvorteilhaft in der Zucht des „universellen russischen Vollblutarabers“.
Zwischen 1967 und 1973 hatte Sport 18 Nachkommen, viele davon sind über die Grenzen Russlands hinaus bekannt. Zum einen ist da die Legende der deutschen Warmblutzucht – der Hengst Neron (a.d. Nitochka), der Vielseitigkeit ging, Rennen gewann und ein ausgezeichnetes Springpferd war, und später sogar ins deutsche Nationalteam aufgenommen wurde. Er ist Vater vieler Sportpferde in verschiedenen europäischen Ländern.
Ein andere Sohn von Sport ist der Hengst Prostor (a.d. Prisma), der auch weithin bekannt ist. Nach seiner Rennkarriere, war er besonders begehrt bei den Züchtern russischer Sportpferde. In der Araberzucht hinterließ er nur Argon in männlicher Linie. Unter den Töchtern Sports sind Salomeya (a.d. Sakhara, 1967), die in Deutschland eingesetzt wurde, und Trassa (a.d. Trel, 1972) die in den Niederlanden wirkte. Außerdem wurden folgende Töchter von Sport in Russland zur Zucht verwendet: Kosmia (1967), Kasatka (1967), Nazra (1967), Tesemka (1972) und andere.
Die Fuchsstute Prikhot (Sport / Perikola), geboren im März 1967, war auch nicht anders, als viele ihrer Kolleginnen, aber sie hatte eine gute Konstitution und ein starkes Fundament, das sie von ihrer Mutter geerbt hatte, und sie hatte den Willen zum Sieg, den sie von beiden Elternteilen übernommen hatte.
Ihre Geburt fiel in die „Goldene Zeit“ des Araberrennsports in Russland. Aswan stand als Deckhengst in seiner dritten Saison im Gestüt Tersk, doch es wurden ihm noch nicht viele Stuten zugeführt. Der Wert der Rennlinien und der damit verbundene gewünschte Typ waren noch immer vorherrschend. Doch das Ausmaß an Inzucht im Zuchtbestand verlangte nach Outcross, und wie wir sehen können, wurde Prikhot mit dem legendären Aswan über viele Jahre hinweg angepaart. Dieser jedoch verringerte leider die Renneigenschaften (z.B. Schnelligkeit). Auch später, nachdem vielfach auf Aswan ingezüchtet wurde, lernten die Züchter nicht daraus, und verloren beides, Geschwindigkeit und die gewünschten Gebäudeeigenschaften.
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Alexander Shemarykin

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