Arabische Pferde – IN THE FOCUS

CH-M-E****Longines World Endurance Championships

Der diesjährige Gewinner kommt mit Jaume Punti Dachs aus Spanien. Er siegte in 06:46:42 bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,61 km/h auf Twyst Maison Blanche. Das Siegerpferd ist ein Enkel des russischen Distanzvererbers Persik mit viel französischem Blut (mit etwas Crabbet, polnisch, und ägyptisch).
Zwei deutsche Teilnehmerinnen schaften es mit respektablen Leistungen ins Ziel. Ursula Klingbeil erritt mit ihrem Vollblutaraber Aid du Florival den 26. Platz bei einer Rittzeit von 8:12:57 und 19,475 km/h. Aid du Florival hat einen guten Anteil an Weil/Marbacher Blut, und geht, wie der Sieger, auf Persik , Baroud III und Baj zurück. Ansonsten ist er eine bunte Mischung aus nahezu allen Blutlinien.
Melanie Mannherz belegte mit der rein ägyptischen Marbacherin Nuriye in 8:37:46 und 18,541 km/h den 31. Platz. Barbara Lissarague aus der Schweiz kam mit dem überwiegend spanisch gezogenen Ainhoa Arkiris auf Platz 33 in 8:49:19 und 18,147 km/h.
Die Pferde der Österreicherin Helga Wunderer, Ariella, sowie der Deutschen Jule Klingbeil, Oris, kamen leider wegen Lahmheit nicht ins Ziel.
Alle Pferde der Mannschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) schieden dieses Jahr aus. Tragischerweise musste die von Sheikh Rashid Dalmook Al Maktoum gerittene Stute Ajayeb im vierten Loop sogar wegen Beinbruchs eingeschläfert werden. Ajayeb wurde 2015 unter dem diesjährigen Gewinner Punti Dachs am gleichen Ort Europameister.
Die Strecke in Samorin erinnert von ihren Gegebenheiten sehr an die Distanzritte in den arabischen Staaten. Sie ist ebenfalls frei von Steigungen und hat lange Geraden – wie in der Wüste, halt nur ohne Hitze und Staub. Von 133 Reitern kamen bis zum jetztigen Zeitpunkt 84 nicht ins Ziel.
Alexandra Dietl