{"id":11430,"date":"2018-04-05T11:56:36","date_gmt":"2018-04-05T09:56:36","guid":{"rendered":"http:\/\/in-the-focus.com\/?p=11430"},"modified":"2018-11-05T17:57:33","modified_gmt":"2018-11-05T16:57:33","slug":"wildnis-im-kleinformat-der-paddock-trail","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2018\/04\/wildnis-im-kleinformat-der-paddock-trail\/","title":{"rendered":"Wildnis im Kleinformat &#8211; Der Paddock Trail"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-size:150%; color:#d4a409\"><strong>Explosiv, nerv\u00f6s und unausgeglichen \u2013  dieser schlechte Ruf haftet dem Araber seit langem an. Zu Unrecht! Denn viele Menschen tragen einfach seiner Intelligenz und seiner Lauffreude nicht Rechnung. Mit dem Paddock Trail wollen wir eine Haltungsform vorstellen, die diese Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigt. Und das Beste ist: Jeder kann es nachmachen, und seien es auch nur einige Elemente daraus!<\/strong><\/h3>\n<p><div id=\"attachment_11440\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11440\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_3530-c-Jenny-Pohl-600px.jpg\" alt=\"Was aussieht wie unaufger\u00e4umt, ist in Wirklichkeit ein nat\u00fcrlicher &quot;Trail Parcours&quot; f\u00fcr Pferde.Foto: J. Pohl\" width=\"600\" height=\"887\" class=\"size-full wp-image-11440\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_3530-c-Jenny-Pohl-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_3530-c-Jenny-Pohl-600px-203x300.jpg 203w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-11440\" class=\"wp-caption-text\">Was aussieht wie unaufger\u00e4umt, ist in Wirklichkeit ein nat\u00fcrlicher &#8220;Trail Parcours&#8221; f\u00fcr Pferde.<\/br>Foto: privat<\/p><\/div><br \/>\nDer unb\u00e4ndige Bewegungsdrang des arabischen Pferdes kollidiert h\u00e4ufig mit seinen Haltungsbedingungen: Eine enge Box, wenig Auslauf und kaum Besch\u00e4ftigung verursachen oftmals Verhaltensst\u00f6rungen, woraufhin der Araber vielfach regelrecht in eine Schublade gesteckt wird, in die er nicht geh\u00f6rt. Denn vielleicht ben\u00f6tigt das sensible Tier einfach nur mehr Luft, Bewegung und Sozialkontakt, als wir es von anderen Rassen gewohnt sind? Einen L\u00f6sungsansatz f\u00fcr die artgerechte Haltung bietet das Konzept des Paddock Trails, das wir im folgenden vorstellen wollen.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Wildpferden auf der Spur<\/strong><\/h3>\n<p>Die Grundidee basiert auf Beobachtungen des ehemaligen Hufschmiedes Jaime Jackson: Nach \u00fcber 20 Jahren Forschung in den Wildpferdereservaten Nordamerikas kam er zu Erkenntnissen \u00fcber die Bedingungen einer m\u00f6glichst artgerechten Pferdehaltung, die er 2006 im Buch \u201ePaddock Paradise\u201c ver\u00f6ffentlichte. Ein grundlegendes Argument aus Sicht des Hufspezialisten waren allen voran die robusten Hufe der Wildpferde, ihre Gesundheit sowie die fortlaufende Bewegung auf unterschiedlichsten Untergr\u00fcnden. Wildpferde fressen beispielsweise 16 bis 18 Stunden kontinuierlich kleine Mengen Futter, meist w\u00e4hrend sie sich im Schritt fortbewegen. Sie legen so etwa 15 bis 30 Kilometer am Tag zur\u00fcck und das auf immer gleichen Wegen in ihrem Territorium \u2013 den sogenannten Trails. Lediglich f\u00fcnf Prozent der Zeit verbringen sie mit Spielen, Rangk\u00e4mpfen, Fortpflanzung und \u00e4hnlichem. <\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Pferdehaltung in neuer Dimension<\/strong><\/h3>\n<p>Das Konzept des Paddock Trails projiziert die nat\u00fcrlichen Rahmenbedingungen auf deutlich geringere Fl\u00e4chen und k\u00fcnstlich angelegte Wegenetze. Um m\u00f6glichst lange Strecken zu erm\u00f6glichen, f\u00fchren diese meist im Kreis, erg\u00e4nzt durch Alternativwege oder m\u00f6gliche Abk\u00fcrzungen. Um die \u201eWanderschaft\u201c in Gang zu setzen, gibt es verschiedene Futterstationen auf den Trails. Die Herdendynamik sorgt f\u00fcr den Rest. Zus\u00e4tzlich bieten Salzstationen, Knabber\u00e4ste und nicht zuletzt eine strategisch klug platzierte Wasserstelle Bewegungsanreize. F\u00fcr Abwechslung und gesunde Hufe sorgen wechselnde Untergr\u00fcnde, Wasserfurten, Wurzelwege und Kletterh\u00fcgel. Wer nun Angst vor erh\u00f6hter Verletzungsgefahr hat, der sei beruhigt, denn \u00dcbung macht den Meister. Und die \u201eLeitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten\u201c in Deutschland sagen: \u201eJe h\u00e4ufiger Pferde auf Naturboden oder \u00e4hnlichen Oberfl\u00e4chen Auslauf bekommen, desto besser lernen sie es, ihre Bewegungen den Bodengegebenheiten anzupassen. Das Risiko von Verletzungen des Bewegungsapparates durch schwierige Bodenverh\u00e4ltnisse ist daher bei unge\u00fcbten Pferden erh\u00f6ht.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Die Evolution der Pferdehaltung <\/strong><\/h3>\n<p>Wenn man zur\u00fcckblickt, wurden Pferde durch den Menschen in die unterschiedlichsten Behausungen gesteckt. Dabei fing alles urspr\u00fcnglich mit naturnaher Herdenhaltung an, bis wir beschlossen haben, dass Anbindehaltung in St\u00e4ndern und sp\u00e4ter Einzelboxen viel bequemer f\u00fcr uns waren. Das Arbeits- oder Reitpferd sollte stets verf\u00fcgbar sein. Dass damit aber seine wichtigsten Grundbed\u00fcrfnisse teilweise oder gar komplett vergessen wurden, spielte viel zu lange eine untergeordnete Rolle. Mit Paddockboxen, Offen- und Bewegungsst\u00e4llen bis hin zum Konzept des Paddock Trails setzen sich mehr und mehr (wieder) naturnahe Arten von Haltungskonzepten durch.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Haltung und Verhalten<\/strong><\/h3>\n<p>Welcher Zusammenhang zwischen Haltungsformen und Verhaltensst\u00f6rungen bei Pferden besteht, war Gegenstand einer im Jahr 2014 abgeschlossenen deutschen Studie von Dr. med. vet. Andreas Thelen im Rahmen einer Dissertation am Institut f\u00fcr Tierzucht und Haustiergenetik der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Die Basis: Pferdehaltungsbetriebe mit insgesamt rund 1000 Gro\u00df- und Kleinpferden mit einem Durchschnittsalter von zehn Jahren (sowohl Zucht- und Freizeitpferde, Beisteller sowie Sportpferde). In dieser Studie wurden u.a. die Verhaltensauff\u00e4lligkeiten unterteilt nach Rassegruppen untersucht, dabei zeigten von den Ponys und Kleinpferden \u00fcber die H\u00e4lfte Auff\u00e4lligkeiten, bei den Warm- und Vollbl\u00fctern betrug der Anteil rund 70 %, bei den Arabern sogar \u00fcber 80 %. Zu diesem \u00fcberaus beunruhigenden Ergebnis kommt eine nicht absch\u00e4tzbare Dunkelziffer: \u201eCirca zwei Drittel der angefragten St\u00e4lle lehnten eine Teilnahme von vornherein ab\u201c, so Thelen.<br \/>\n<div id=\"attachment_11436\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11436\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Knabberhecke-c-Jenny-Pohl-600px.jpg\" alt=\"Totholzhecken (also z.B. die Anh\u00e4ufung von Baumschnitt zwischen eingeschlagenen Pfosten) oder einzelne Knabber\u00e4ste dienen dem Kampf gegen Langeweile und bieten au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit zur Aufnahme von Mineralien. Wichtig: Nur ungiftige Sorten, z.B. Haselnuss, Erle, Obstgeh\u00f6lze oder Weide verwenden! Foto: privat\" width=\"600\" height=\"450\" class=\"size-full wp-image-11436\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Knabberhecke-c-Jenny-Pohl-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Knabberhecke-c-Jenny-Pohl-600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Knabberhecke-c-Jenny-Pohl-600px-160x120.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-11436\" class=\"wp-caption-text\">Totholzhecken (also z.B. die Anh\u00e4ufung von Baumschnitt zwischen eingeschlagenen Pfosten) oder einzelne Knabber\u00e4ste dienen dem Kampf gegen Langeweile und bieten au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit zur Aufnahme von Mineralien. Wichtig: Nur ungiftige Sorten, z.B. Haselnuss, Erle, Obstgeh\u00f6lze oder Weide verwenden! <\/br>Foto: privat<\/p><\/div><br \/>\nAuch die polnischen Wissenschaftler Katarzyna Olcsak und Czeslaw Kloceck von der Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft in Krakau haben das Verhalten von Pferden unter die Lupe genommen und ihre Erkenntnisse 2016 in einer Studie ver\u00f6ffentlicht. Zentrales Element war das Aggressionspotential der Tiere. Genau wie Thelen kommen die Forscher zu dem Schluss, dass die Ursachen haupts\u00e4chlich in der Haltung zu finden sind: So k\u00f6nnen zu wenig Platz, kein oder unzureichender Artgenossenkontakt sowie eine unpassende F\u00fctterung Aggressionen f\u00f6rdern.<br \/>\nEine Gruppenhaltung mit entsprechendem Raufutterangebot scheint die L\u00f6sung. Doch nicht selten wird auch dabei die von den Tieren eingeforderte Individualdistanz untersch\u00e4tzt \u2013 und f\u00fchrt gegebenenfalls zu einem hohen Aggressionsniveau innerhalb der Herde. In einer Studie aus dem Jahr 2015 erforschten die Wissenschaftlerinnen Professor Dr. Konstanze Kr\u00fcger von der Universit\u00e4t N\u00fcrtingen und Dr. Birgit Flauger von der Universit\u00e4t Hohenheim das Verhalten der Vierbeiner unter dem Aspekt des vorhandenen Platzangebotes. Ihre Erkenntnis: Mit steigendem Platzangebot bis zu 10.000 qm Auslauf verringerte sich sowohl aggressives als auch unterw\u00fcrfiges Verhalten deutlich. Und erst ab 331 qm pro Pferd n\u00e4herte sich der Aggressionslevel der Nulllinie an. Zum Vergleich: F\u00fcr Auslauffl\u00e4chen geben die \u201eLeitlinien&#8221; f\u00fcr bis zu zwei Pferde gerade mal ein Minimum von 150 qm vor, f\u00fcr jedes weitere Pferd 40 qm. Das \u201eHandbuch f\u00fcr Pferde und andere Equiden \u2013 Selbstevaluierung Tierschutz\u201c in \u00d6sterreich verlangt bei Gruppenhaltung noch weniger: Die erforderliche Mindestfl\u00e4che liegt pro Pferd zwischen 6 und 14 qm (differenziert nach dem Stockma\u00df der Tiere) und f\u00fcr jedes weitere Pferd zwischen 4 und 9 qm. Trotz aller Erkenntnisse scheint der Weg noch weit\u2026<br \/>\n<a href=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Grafik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Grafik-600px.jpg\" alt=\"Paddock Trail Grafik-600px\" width=\"600\" height=\"547\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11439\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Grafik-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Grafik-600px-300x274.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Die Bed\u00fcrfnispyramide<\/strong><\/h3>\n<p>Heute wei\u00df man, dass neben Nahrung auch Licht, Luft, Sozialkontakt und Bewegung unabdingbar sind, um Pferde k\u00f6rperlich und seelisch gesund zu halten.<br \/>\nBetrachtet man die Bed\u00fcrfnisse der Pferde als Pyramide (vrgl. \u201eNatural Animal Centre\u201c (NAC), ein Zentrum f\u00fcr angewandte Wissenschaft im Hinblick auf das Verhalten von Tieren), bildet ein wichtiger Punkt die Basis: Sicherheit. In der Natur leben Pferde \u00fcber lange Zeit in festen Herdenverb\u00e4nden. Wechsel innerhalb der Gruppe treten selten auf \u2013 au\u00dfer junge Hengste verlassen die Familie, um einen Junggesellenverband zu gr\u00fcnden, ein Anw\u00e4rter vertreibt den Althengst oder es werden neue Stuten hinzu geworben. Ansonsten w\u00e4chst die Herde lediglich durch die Geburt der Fohlen oder wird kleiner durch das Ableben eines Tieres. Domestizierte Pferde hingegen m\u00fcssen sich den Launen und Vorstellungen der Menschen unterwerfen und erleben so zum Teil sehr h\u00e4ufige Wechsel durch Umz\u00fcge oder \u00c4nderungen in der Gruppenzusammensetzung. Bei jeder Ver\u00e4nderung m\u00fcssen die Tiere erst wieder ihren Platz in der Rangordnung finden \u2013 ein Prozess, der sechs Monate(!) und l\u00e4nger dauern kann. Wie soll ein Pferd da ein Gef\u00fchl von Sicherheit entwickeln? Und: Was bedeutet das f\u00fcr sein Befinden, wenn alle anderen Stufen der Pyramide hierauf aufbauen?<br \/>\nEssen und Trinken bilden die n\u00e4chste Ebene: Etwa 16 Stunden fressen wild lebende Pferde, meist w\u00e4hrend sie sich langsam im Schritt fortbewegen. Dabei nehmen sie in erster Linie (Steppen)Gras auf, lieben es aber genauso Bl\u00e4tter, Rinde, Wurzeln, Samen und Fr\u00fcchte zu knabbern. Ein Speiseplan, der in den meisten St\u00e4llen weder von der Art, noch der Dauer der Mahlzeiten erf\u00fcllt wird. Ganz davon zu schweigen, dass die Aufnahme von Nahrung und Wasser in der Natur eine sehr soziale Angelegenheit ist und nahezu ausnahmslos in der Gruppe erfolgt.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Ausgeglichenheit als Ziel<\/strong><\/h3>\n<p>Auch die K\u00f6rperpflege wird oft damit abgetan, dass unsere Stallbewohner in der Regel t\u00e4glich vor dem Reiten gestriegelt und geb\u00fcrstet werden. Aber genauso wie wir beim Putzen Kontakt und N\u00e4he zu unserem Pferd aufbauen, brauchen die Tiere diesen Austausch von Pflege- und Schmuseeinheiten auch untereinander und bilden (wenn man ihnen die M\u00f6glichkeit dazu bietet) oft enge Freundschaften mit einem oder mehreren Artgenossen, die ein Leben lang anhalten k\u00f6nnen. Auch Gelegenheiten zum Schubbern (Baumst\u00e4mme, B\u00fcrsten, Noppen\u2026) oder W\u00e4lzen (v.a. Sand) sind h\u00f6chst willkommen f\u00fcr eine ausgiebige K\u00f6rperpflege, die ganz ohne die Hilfe des Menschen auskommt.<br \/>\n<div id=\"attachment_11435\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11435\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Kletterh\u00fcgel-c-Jenny-Pohl-600px.jpg\" alt=\"Ein Ger\u00f6llfeld auf dem Weg massiert die Hufsohle, festigt diese bei regelm\u00e4\u00dfigem Kontakt und erfordert gleichzeitig Konzentration, Koordination und Trittsicherheit, die sich mit der Zeit automatisch erh\u00f6hen. Foto: privat\" width=\"600\" height=\"900\" class=\"size-full wp-image-11435\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Kletterh\u00fcgel-c-Jenny-Pohl-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Kletterh\u00fcgel-c-Jenny-Pohl-600px-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-11435\" class=\"wp-caption-text\">Ein Ger\u00f6llfeld auf dem Weg massiert die Hufsohle, festigt diese bei regelm\u00e4\u00dfigem Kontakt und erfordert gleichzeitig Konzentration, Koordination und Trittsicherheit, die sich mit der Zeit automatisch erh\u00f6hen. <\/br>Foto: privat<\/p><\/div><br \/>\nRuhen und Schlafen sind Bed\u00fcrfnisse, die zum einen eng an das Gef\u00fchl von Sicherheit gekn\u00fcpft sind, zum anderen an die Umgebung: Als Fluchttiere brauchen Pferde stets eine gute Rundum-Sicht, um, auch w\u00e4hrend sie d\u00f6sen, Gefahren schnell bemerken zu k\u00f6nnen. Im Idealfall passt ein Herdenmitglied auf, w\u00e4hrend die anderen ruhen. Diese \u201eW\u00e4chterfunktion\u201c kann in Einzelhaltung schlichtweg nicht erf\u00fcllt werden. Und selbst beim Koppelgang in der Gruppe bietet nicht jedes Gel\u00e4nde die M\u00f6glichkeit alles im Blick zu behalten. Zum Liegen und f\u00fcr den damit verkn\u00fcpften Tiefschlaf ist dar\u00fcber hinaus der Untergrund entscheidend und eine ausreichende Fl\u00e4che. Denn nur, wenn sie sich von Zeit zu Zeit auf einer weichen, verformbaren Unterlage komplett ausstrecken und seitlich ablegen k\u00f6nnen, kommen Pferde erst wirklich zur Ruhe und in die Tiefschlaf-Phase.<br \/>\nGenerell haben unsere Vierbeiner, ganz besonders lauffreudige Rassen wie der Araber, einen ausgepr\u00e4gten Bewegungsdrang. Wenn sie k\u00f6nnten, w\u00fcrden sie t\u00e4glich viele Kilometer in abwechslungsreichem Gel\u00e4nde zur\u00fccklegen, verschiedene Untergr\u00fcnde \u00fcberqueren und sowohl altbekannten Pfaden folgen, als auch neue Gebiete erkunden. Auslauf auf einem befestigten Quadrat ist also alles andere als das, was ihrer Natur entspricht. Dennoch liegt ihnen ein gewisses Territorialverhalten im Blut, das selbst wild lebende Pferde an ein Areal bindet. Hier finden sie alles, was sie brauchen \u2013 vor allem die n\u00f6tige Sicherheit. Und es bietet ihnen Wahlm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein abwechslungsreiches Herdenleben. Das Entdecken der umgebenden Umwelt durch Erkundungsverhalten und Mut trainiert Probleml\u00f6sungsverm\u00f6gen und Selbstbewusstsein.<br \/>\nDas Konzept des Paddock Trails versucht den nat\u00fcrlichen Lebensraum der Pferde im Kleinformat abzubilden und ihre Bed\u00fcrfnisse bestm\u00f6glich zu erf\u00fcllen. So bringt es Pferde nicht nur in Bewegung \u2013 es regt sie auf Basis von Behavioral Enrichment zu vielerlei mehr an.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Der ideale Speiseplan<\/strong><\/h3>\n<p>Um unseren Vierbeinern also arttypisches Verhalten zu erm\u00f6glichen und ihnen Abwechslung zu bieten, fangen wir am besten bei der Nahrungsaufnahme an: Eine 24 h gef\u00fcllte Heuraufe ist eine gute Basis, um dem Dauerfresser Pferd gerecht zu werden. Zwei Raufen oder mehr, m\u00f6glichst weit voneinander platziert, sind allerdings noch besser. Mit verschiedenen Fresspl\u00e4tzen werden die Tiere zum Pendeln angeregt und mehrmals am Tag von einem Platz zum anderen wandern. Heunetze, Fressgitter, frei h\u00e4ngende Heu-Toys, zeitgesteuerte Varianten oder das Verteilen vieler kleiner Portionen an verschiedenen Positionen sorgen au\u00dferdem f\u00fcr ein langsameres Tempo bei der Nahrungsaufnahme. Je unterschiedlicher und zahlreicher die Fresspl\u00e4tze, desto abwechslungsreicher gestaltet sich das \u201eSlow Food\u201c f\u00fcr Pferde. Zus\u00e4tzlich zum Grundnahrungsmittel Heu kann man auch gutes Stroh als Alternative anbieten. F\u00fcr die Gabe von Kraftfutter existieren moderne computergesteuerte L\u00f6sungen, die mehrmals am Tag kleine Mengen abgeben und die Pferde so immer wieder zum Besuch der Stationen anregen.<br \/>\nBeim Wasser scheiden sich die Geister ein wenig. Ein St\u00fcck weit von den Futterstellen entfernt kann es durchaus als Bewegungsanreiz eingesetzt werden. Einen Weg von etwa 100 Metern sehen die meisten Experten als angemessen an, von deutlich l\u00e4ngeren Wegen wird hingegen abgeraten \u2013 es kommt vor, dass die Tiere dann nicht gen\u00fcgend trinken.<br \/>\nLecksteine hingegen k\u00f6nnen als Bewegungsanreiz an verschiedensten Stellen platziert werden und durch clevere Aufh\u00e4ngung oder Einbettung in das nat\u00fcrliche Umfeld zum spannenden Zeitvertreib werden: Baumst\u00e4mme, Steinhaufen oder -t\u00fcrme, bei denen man den Inhalt erst entdecken muss, sind letztlich viel interessanter als konventionelle L\u00f6sungen mit Wandhalterungen.<br \/>\nWas immer wieder vergessen wird: Pferde zogen urspr\u00fcnglich nicht nur durch karge Steppenlandschaften, sondern waren mitunter auch in W\u00e4ldern heimisch. Gewachsene Baumgruppen mit unempfindlichen Altbest\u00e4nden von Obstgeh\u00f6lzen, Birken, Weiden, Haselnussstr\u00e4uchern\u2026 bieten deshalb auch unseren domestizierten Tieren eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Selbst wenn man den Genuss von H\u00f6lzern \u201edirekt vom Baum\u201c auf den Weide- oder Paddockfl\u00e4chen nicht immer bieten kann, hat man mit der Gestaltung von Totholzhecken (also z.B. der Anh\u00e4ufung von Baumschnitt zwischen eingeschlagenen Pfosten) oder einzelnen Knabber\u00e4sten die M\u00f6glichkeit, seinen Pferden ein St\u00fcck ihrer Natur zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Weitere Upgrades<\/strong><\/h3>\n<p><div id=\"attachment_11433\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11433\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5417-c-Jenny-Pohl-600px.jpg\" alt=\"B\u00fcrsten in unterschiedlicher H\u00f6he, an einem Baumstumpf befestigt, animieren vor allem im Fellwechsel zum Schubbern. Eine gute Erg\u00e4nzung zur sozialen Fellpflege.Foto: privat\" width=\"600\" height=\"800\" class=\"size-full wp-image-11433\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5417-c-Jenny-Pohl-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5417-c-Jenny-Pohl-600px-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-11433\" class=\"wp-caption-text\">B\u00fcrsten in unterschiedlicher H\u00f6he, an einem Baumstumpf befestigt, animieren vor allem im Fellwechsel zum Schubbern. Eine gute Erg\u00e4nzung zur sozialen Fellpflege.<\/br>Foto: privat<\/p><\/div><br \/>\n<div id=\"attachment_11434\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11434\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5421-c-Jenny-Pohl-600px.jpg\" alt=\"Salzsteine und\/oder Minerallecksteine m\u00fcssen nicht in der klassischen Halterung angeboten werden! Integriert in einen Steinhaufen oder Baumstamm laden sie zum Entdecken ein.Foto: privat\" width=\"600\" height=\"450\" class=\"size-full wp-image-11434\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5421-c-Jenny-Pohl-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5421-c-Jenny-Pohl-600px-300x225.jpg 300w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-IMG_5421-c-Jenny-Pohl-600px-160x120.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-11434\" class=\"wp-caption-text\">Salzsteine und\/oder Minerallecksteine m\u00fcssen nicht in der klassischen Halterung angeboten werden! Integriert in einen Steinhaufen oder Baumstamm laden sie zum Entdecken ein.<\/br>Foto: privat<\/p><\/div><br \/>\nBaumst\u00e4mme sind ideale Schubberpl\u00e4tze. Ohne nutzbaren Baumbestand bieten an betonierten, stabilen Pfosten befestigte B\u00fcrsten oder Gumminoppen eine Alternative, die gern angenommen wird. Zum W\u00e4lzen ist ein weicher Sandboden das Optimum und kann insbesondere bei strategisch kluger Platzierung ebenfalls als Enrichment betrachtet werden.<br \/>\nDie Wege selbst d\u00fcrfen durchaus einige Herausforderungen beherbergen: Nat\u00fcrliche Hindernisse wie Baumst\u00e4mme, Kletterh\u00fcgel sowie unterschiedliche B\u00f6den sorgen ebenso f\u00fcr Abwechslung wie der Track selbst, der etwa durch alternative Streckenabschnitte deutlich reizvoller f\u00fcr die Pferde ist als ein rechteckiger Auslauf. H\u00fcgelige Landschaften, ein St\u00fcck weit unwegsames Gel\u00e4nde und Grundst\u00fccke, die gem\u00e4\u00df traditioneller Vorstellungen nicht oder nur bedingt zur Pferdehaltung geeignet waren, bieten f\u00fcr den Paddock Trail ideale Grundvoraussetzungen und Abwechslung.<\/p>\n<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Edle Pferde, raue Haltung?<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Tabelle.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Tabelle-600px.jpg\" alt=\"Paddock Trail Tabelle-600px\" width=\"600\" height=\"1096\" class=\"aligncenter size-full wp-image-11442\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Tabelle-600px.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Tabelle-600px-164x300.jpg 164w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Paddock-Trail-Tabelle-600px-561x1024.jpg 561w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><br \/>\nManchem mag das Konzept des Paddock Trail etwas \u201erustikal\u201c erscheinen, zu robust f\u00fcr die edlen Arabischen Vollbl\u00fcter. Dabei sind die intelligenten, ausdauernden Tiere auch f\u00fcr ihre H\u00e4rte und Anspruchslosigkeit bekannt. Als urspr\u00fcngliche W\u00fcstenpferde sind sie gro\u00dfe Temperaturunterschiede gew\u00f6hnt und k\u00f6nnen problemlos ganzj\u00e4hrig drau\u00dfen leben. Aber gen\u00fcgend Unterst\u00e4nde f\u00fcr alle Pferde sind Pflicht! Denn die wenigsten Weiden bieten ausreichenden nat\u00fcrlichen Witterungsschutz durch B\u00e4ume, B\u00fcsche oder Gel\u00e4nde. Gerade nasskaltes Wetter und Wind zehren \u2013 besonders bei \u00e4lteren Tieren \u2013 an der Substanz, unabh\u00e4ngig davon, welche Mengen Heu gef\u00fcttert werden.<br \/>\nDie \u201eLeitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten\u201c in Deutschland haben hierzu folgende Bestimmungen: \u201eEin Witterungsschutz muss unabh\u00e4ngig vom rassespezifischen Typ vorhanden sein, wenn Pferde ganzj\u00e4hrig oder \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum ganzt\u00e4gig auf der Weide gehalten werden. (\u2026) Der Witterungsschutz erf\u00fcllt nur dann seine Funktion, wenn er alle Tiere gleichzeitig vor ung\u00fcnstigen Witterungseinfl\u00fcssen sch\u00fctzen kann. (\u2026) Bei gr\u00f6\u00dferen Pferdegruppen sind mehrere kleine Unterst\u00e4nde einem gro\u00dfen Unterstand vorzuziehen. Die Zug\u00e4nglichkeit muss auch rangniedrigen Tieren m\u00f6glich sein.\u201c Letzteres l\u00e4sst sich \u00fcbrigens mit Hilfe von mehreren Aus- bzw. Eing\u00e4ngen sowie Raumteilern im Geb\u00e4ude gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nMeist jedoch werden sie \u201eunterwegs\u201c sein. Dem enormen Bewegungsdrang insbesondere beim Araber wird der Paddock Trail wie keine andere Haltungsform gerecht und schult, auch bei jungen Pferden, die Balance und Koordination. Nahezu spielerisch lernen die Tiere im Herdenverband sich sicher auf verschiedensten Untergr\u00fcnden zu bewegen und meistern im Alltag so manche Herausforderung ohne jedes Zutun des Menschen. Die Aktivit\u00e4t in der Gruppe fordert und f\u00f6rdert sie sowohl physiologisch als auch psychisch und verhilft den sensiblen Pferden zu mehr Ausgeglichenheit. Ein Ziel, das gerade in Anbetracht seines nicht immer positiven Rufes dem Araber in seiner Au\u00dfenwirkung sehr entgegenkommt. Und auch f\u00fcr uns, seine Besitzer, Reiter oder Z\u00fcchter, ist ein gesundes, ausgeglichenes und rundum zufriedenes Tier ein zuverl\u00e4ssiger Partner, wie wir ihn uns w\u00fcnschen.<br \/>\n<em>Jenny Pohl<\/em><\/p>\n<p>Die Bilder zum Beitrag sind auf den Trails des Birkenhofs W\u00f6lling in Dorfen\/Bayern entstanden. Am 6. Mai findet hier ein &#8220;Tag der offenen Stallt\u00fcr&#8221; statt, mit Stalltouren und spannenden Vortr\u00e4gen rund um Paddock Trails und artgerechte Haltung. Der Pensionsbetrieb ist auch die Heimat der kleinen Araberzucht Tender Arabians.<br \/>\nwww.birkenhof-woelling.de<br \/>\nwww.tender-arabians.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Explosiv, nerv\u00f6s und unausgeglichen \u2013 dieser schlechte Ruf haftet dem Araber seit langem an. Zu Unrecht! Denn viele Menschen tragen einfach seiner Intelligenz und seiner Lauffreude nicht Rechnung. Mit dem Paddock Trail wollen wir eine Haltungsform vorstellen, die diese Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigt. Und das Beste ist: Jeder kann es nachmachen, und seien es auch nur einige &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2018\/04\/wildnis-im-kleinformat-der-paddock-trail\/\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11451,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,81,21],"tags":[],"class_list":["post-11430","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-no-12018-vol-13","category-science","item-wrap"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11430"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13042,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11430\/revisions\/13042"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}