{"id":1893,"date":"2015-03-15T00:01:16","date_gmt":"2015-03-15T06:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.in-the-focus.com\/magazine\/?p=1893"},"modified":"2016-02-26T12:12:34","modified_gmt":"2016-02-26T11:12:34","slug":"the-relevance-of-bedouin-traditions-today","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2015\/03\/the-relevance-of-bedouin-traditions-today\/","title":{"rendered":"Beduinen-Traditionen und ihre Bedeutung heute"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>An der WAHO Konferenz 2014 in Doha, Qatar, hielt Cynthia Culbertson einen Vortrag \u00fcber Beduinen-Traditionen und Pferdezucht. Sie untersuchte, wie die Beduinen ihre Pferde behandelt und versorgt haben, nachgewiesen durch Textzitate in vorislamischen Gedichten. Die Autorin verweist auf die Beduinen-Tradition, ein arabisches Pferd nicht durch Schl\u00e4ge sondern nur durch Gesten und Worte zu trainieren und bringt dieses in Kontext mit den heutigen Trainingsmethoden f\u00fcr den Schauring.<\/strong><\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte meinen Vortrag damit beginnen, zu definieren, was man genau unter dem Begriff \u201eTradition\u201c versteht.<br \/>\nTradition ist:<br \/>\n1. \tDie \u00dcberlieferung von Glauben, Sitten, Informationen, etc. von einer Generation zur anderen;<br \/>\n2.\tEtwas, das \u00fcberliefert ist;<br \/>\n3.\tEine seit langem etablierte Denkweise oder Handlung;<br \/>\n4.\tEin anhaltendes Muster von kulturellen \u00dcberzeugungen und Praktiken.<br \/>\nDas Schl\u00fcsselkonzept der Tradition f\u00fcr mich ist Langlebigkeit, daher sollten wir dieses ein wenig genauer betrachten: Also seit wann genau gibt es eine Beduinen-Tradition mit Pferden?<br \/>\nEs ist immer noch ein R\u00e4tsel, wann genau das Pferd zu den nomadischen St\u00e4mmen der arabischen Halbinsel gekommen ist und diese daraus die arabische Rasse entwickelt haben. Aber wir haben viele Hinweise, und sie werden laufend mehr. Ein herausragendes Beispiel sind die vielen Felsmalereien auf der Arabischen Halbinsel aus der Jungseinzeit (Neolitikum). Zu einem gewissen Zeitpunkt tauchen hier Pferde in der Kunst auf, von denen viele deutliche Merkmale haben, die wir mit der arabischen Rasse verbinden.<br \/>\nW\u00e4hrend man die Felsmalereien nur schwer genau datieren kann, so sind doch einige der Pferde in Verbindung mit thamudischen Schriftzeichen dargestellt. Die thamudische Schrift ist eine der \u00e4ltesten arabischen Schriften und begann bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. und wurde die n\u00e4chsten rund 1000 Jahre verwendet. Daher kann man aufgrund dieser Felsenmalereien das Erscheinen der Rasse auf der Arabischen Halbinsel m\u00f6glicherweise auf einen Zeitpunkt vor 2700 Jahren datieren, aber mit Sicherheit waren Araber-\u00e4hnliche Pferde bereits fr\u00fcher in dieser Region zu finden, und zwar irgendwann in der Zeitspanne, in der diese Schrift typischerweise verwendet wurde.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>FELSMALEREIEN UND PFERDEKULTUR<\/strong><\/h3>\n<p>Kriegs- und Jagdszenen mit Pferden sind h\u00e4ufig, was darauf hindeutet, da\u00df diese V\u00f6lker ihre Pferde f\u00fcr solche Zwecke sehr gesch\u00e4tzt haben, und damit bereits sozusagen eine Tradition der \u201ePferdekultur\u201c begonnen haben. Auch individuelle Pferde sind dargestellt, einige mit \u201ewusum\u201c, Stammeszeichen zur Identifizierung ihrer Besitzer. Ich vermute, obwohl wir uns dabei nicht sicher sein k\u00f6nnen, dass das Bild ein bestimmtes Pferd von jemanden darstellt, das den Stolz des Besitzers widerspiegelt, sowie die Bedeutung die man den Pferden in dieser Kultur damals beigemessen hat.<\/p>\n\t\t\t\t\t<div class=\"gallery_box_single\">\n\t\t\t\t\t\t<p class=\"not_found\">Sorry, nothing found.<\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div><!-- .gallery_box_single -->\n\t\t\t\t\t\n<p>Ich will nun kurz eine Zeitspanne von ca. 1400 Jahren Revue passieren lassen, die die Beduinen-Tradition in Hinblick auf das Pferd in die richtige Perspektive r\u00fcckt. Dies hilft uns, die wir mit arabischen Pferden zu tun haben, zu erkennen, dass diese das Ergebnis von vielen Z\u00fcchtergenerationen sind.<br \/>\nDie Zeitlinie beginnt mit dem arabischen Pferd, wie es in vorislamischen Gedichten gefeiert wird und bereits eine bestehende starke Tradition mit Pferden darstellt (Mu\u2019allaqat \u2013 \u201eh\u00e4ngende Gedichte\u201c, datiert 580 v.Chr.). Dann gehen wir weiter zum Anfang des Islam (622 v.Chr.), als die Kavallerie, mit arabischen Pferden beritten, die treibende Kraft f\u00fcr die Ausweitung des Islam war und andere L\u00e4nder und Kulturen zum ersten Mal mit diesen aussergew\u00f6hnlichen Pferden zusammentrafen.<br \/>\nAls n\u00e4chstes nenne ich die Kreuzz\u00fcge (1095-1291), w\u00e4hrend dieser Zeit sahen und bewunderten die Europ\u00e4er zum ersten das arabische Pferd. Dann gehen wir weiter zu den Mamelucken (1250-1811), deren arabische Pferde halfen, die westw\u00e4rts ausgerichtete Expansion der Mongolen zu stoppen. Auch haben die Mamelucken die vielfach erw\u00e4hnte Furusiyya entwickelt, ein Handbuch der Reitkunst. Es folgt die erste bekannte Zucht arabischer Pferde in Europa, die in Polen stattfand (1533). Danach folgte der Aufstieg des arabischen Pferdes als Pferd der Wahl f\u00fcr die europ\u00e4ische Aristokratie, als Beispiel sei hier Katharina die Gro\u00dfe (1772) genannt, bis hin zum K\u00f6niglichen Privatgest\u00fct Weil (1817), heute Marbach, dessen Pferde die weltweit \u00e4ltesten, kontinuierlich aufgezeichneten Abstammungen arabischer Pferde besitzen. Letztendlich kommen wir zu Abbas Pascha I. in \u00c4gypten, der vielleicht der gr\u00f6\u00dfte Sammler arabischer Pferde war, die er aus der W\u00fcste bezogen und ausschlie\u00dflich nach Beduinentradition weitergez\u00fcchtet hat.<br \/>\nDie Zucht arabischer Pferde umfasst in der arabischen und islamischen Welt eine Zeitspanne von 1400 Jahren (500 \u2013 1900 n.Chr.), w\u00e4hrend im Westen die kontinuierliche Zucht arabischer Pferde nur von 1533-1900 dauerte, und die Zucht in der W\u00fcste in Beduinentradition zu dieser Zeit noch andauerte.<\/p>\n<div id=\"attachment_1917\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Timeline.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1917\" src=\"http:\/\/www.in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Timeline.jpg\" alt=\"Timeline - Arab Horse Breeding in Europe vs. the Arab and Islamic countries\" width=\"600\" height=\"199\" class=\"size-full wp-image-1917\" srcset=\"https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Timeline.jpg 600w, https:\/\/in-the-focus.com\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Timeline-300x100.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1917\" class=\"wp-caption-text\">Zeitlinie &#8211; Araberzucht in Europa vs. die arabische und islamische Welt.<\/p><\/div>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>BEDUINENTRADITION RESPEKTIEREN<\/strong><\/h3>\n<p>Aber man mu\u00df bedenken, dass auch vor diese Zeitlinie bereits eine Pferdezuchttradition existiert hat, die etwa 1000 Jahre fr\u00fcher begann. Damit umfasst die Pferdezucht auf der arabischen Halbinsel einen Zeitraum von etwa 2700 Jahren.<br \/>\nUnd noch eines: Die Menschen haben dieses Pferd, das innerhalb dieser Traditionen und Werte geschaffen wurde, so sehr gesch\u00e4tzt, dass sie es ungeachtet aller kulturellen Unterschiede, Kriege, Modernisierung und Jahrhunderte der Ver\u00e4nderungen, in seiner unverkennbaren Form seit Tausenden von Jahren erhalten haben.<br \/>\nAber welche der Beduinen-Traditionen betreffen nun das Pferd? Es ist durchaus legitim, dass wir uns fragen, warum wir uns \u00fcber vergangene Praktiken Gedanken machen sollen, wo wir doch gar keine Nomaden sind. Dennoch w\u00fcrde ich sagen, dass die Langlebigkeit der Rasse einen nie dagewesenen Erfolg darstellt, der auf der Beduinen-Tradition der Pferdezucht beruht. Es gibt nur wenige \u00e4hnliche Beispiele in der Geschichte, wo Menschen etwas entwickelt haben, das sozusagen 3000 Jahre lange nachgefragt wurde. Das Pferd ist also in vielerlei Hinsicht Beduinen-Tradition und als solches verlangt es, dass wir diese Traditionen respektieren.<br \/>\nW\u00e4hrend in der Vergangenheit das arabische Pferd die beste Rasse der Welt darstellte, wird es heute oft von anderen Pferdefreunden l\u00e4cherlich gemacht. Wie konnte das passieren? Warum ist dies passiert? Vielleicht, ja nur vielleicht, erinnert uns diese Tatsache daran, dass wir nicht genug darauf achten, was den Araber zu dem gemacht hat, was \u00fcber Jahrhunderte hinweg gesch\u00e4tzt wurde.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>WAS BEDEUTET \u201cKLASSISCH\u201d?<\/strong><\/h3>\n<p>Lassen Sie mich zu meinem W\u00f6rterbuch zur\u00fcckkommen, denn ich will erforschen, was das eine Wort bedeutet, das wir standing in Verbindung mit unseren Pferden verwenden, ungeachtet der Sprache, die wir sprechen. Dieses Wort ist \u201cklassisch\u201d.<br \/>\nKlassisch bedeutet: \u201cGeh\u00f6rt dem h\u00f6chsten Rang an, hat langandauernde Bedeutung oder Wert, dauerhaft. Beachten Sie wieder das Konzept der Langlebigkeit. Das arabische Pferd ist tats\u00e4chlich ein Klassiker \u2013 es hat dauerhafte Bedeutung oder Wert.<br \/>\nNun kommen wir zum Typ. Wenn wir an \u201earabischen Typ\u201c denken, denken wir in erster Linie an die Silhouette des Pferdes: ein kleiner, gedishter Kopf, gew\u00f6lbter Hals, flache Oberlinie und ein hoch getragener Schweif. Ich denke, wir konzentrieren uns auf diese Aspekte des Typs, weil sie am einfachsten zu erkennen sind. Es sind auch Eigenschaften, die seit Tausenden von Jahren vorhanden waren, wie es die Felsenmalereien in Arabien zeigen. Ich dachte immer, dass zu viele unserer zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstler in ihren Darstellungen des Arabischen Pferdes \u00fcbertreiben, aber nun k\u00f6nnen Sie sehen, dass es f\u00fcr diese \u00dcbertreibungen eine lange Tradition gibt, und diese fr\u00fchen K\u00fcnstler sich auch auf diese unverwechselbare Silhouette konzentrierten. K\u00fcnstler damals, heute und in der Geschichte haben diese Eigenschaften hervorgehoben, es sind die, die am leichtesten erkennbar sind. Und die Kunst liefert wertvolle Hinweise f\u00fcr die Z\u00fcchter des arabischen Pferdes.<br \/>\nDennoch denke ich, dass wir uns alle einig sind, dass wir keine Kunstwerke z\u00fcchten, sondern Pferde. Und das arabische Pferd hat neben seiner auff\u00e4lligen Silhouette noch viel mehr Aspekte. Um das ganze, d.h. das gesamte Pferd zu verstehen, schlage ich vor, die Beduinen-Traditionen weiter zu untersuchen.<br \/>\nGehen wir auf unserer Zeitlinie zur\u00fcck, dann will ich das Pferd aus dem Blickwinkel einer anderen Kunst beleuchten \u2013 der Poesie. Poesie war die sch\u00f6nste kulturelle Errungenschaft der Beduinen und in vorislamischer Zeit wurden Gedichte im Ged\u00e4chtnis bewahrt und m\u00fcndlich von Generation zu Generation weitergegeben. W\u00e4hrend Architektur und Kunstobjekte oftmals leichter zu bewundern sind, kann nicht genug darauf hingewiesen werden, dass die Poesie gleichrangig mit den gr\u00f6\u00dften architektonischen und anderen k\u00fcnstlerischen Erungenschaften der Geschichte ist. Der Dichter diente sowohl als Historiker wie auch als Genealoge f\u00fcr den Stamm, und f\u00fcr unsere Zwecke gibt er uns einen idealen \u00dcberblick \u00fcber die Rasse.<br \/>\nDie bekannteste Gedichtform in vorislamischer Zeit war die Ode, bekannt als Qasida. Diese weitentwickelten Gedichte folgten einer typischen Formel mit einem einfachen Versma\u00df, wo sich jede Zeile reimt, und die oft die dichterische Beschreibung des Kamels oder des Pferdes beinhaltet. Das Kamel sollte uns nicht weiter verwundern, denn es erm\u00f6glichte den W\u00fcstennomaden das \u00dcberleben in der W\u00fcste, indem es Transport, Milch, Fleisch und Leder lieferte. Aber wenn das Kamel f\u00fcr das \u00dcberleben stand, so bedeutete das Pferd Lebensqualit\u00e4t durch Fleisch f\u00fcr den Stamm aus der Jagd und Wohlstand durch Herden, die in Raubz\u00fcgen erworben wurden. Kamele waren eine Notwendigkeit. Pferde in vielerlei Hinsicht ein Luxusgut, welches, wenn man es hatte, die Lebensqualit\u00e4t erheblich verbesserte.<br \/>\nDiese Gedichte, vor 15 Jahrhunderten geschrieben, bietet also einen wunderbaren Einblick in die am h\u00f6chsten gesch\u00e4tzten Eigenschaften des Pferdes innerhalb der Beduinen-Tradition. Aber zuerst sollte ich eine Liste der Eigenschaften machen, die wir heute an der arabischen Rasse am meisten sch\u00e4tzen:<br \/>\nWie Sie sehen, habe ich die Reinheit als erstes genannt, und dann die Eigenschaften gelistet, die die k\u00fcnstlerische Silhouette ausmachen, auf die wir uns heute so stark konzentrieren.<br \/>\nNun will ich Ihnen die Reihenfolge der Eigenschaften geben, wie sie in der vorislamischen und einigen islamischen Gedichten in Bezug auf das arabische Pferd auftauchen. Also eine weitere Liste, die in direktem Bezug zu den Beduinen-Traditionen steht:<br \/>\nSie werden sich freuen, dass Reinheit und Herkunft an oberster Stelle stehen. Aber die weitere Reihenfolge ist sehr unterschiedlich, und es sind einige Dinge hinzugekommen, und andere fehlen verd\u00e4chigerweise.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>KEIN HUF, KEIN PFERD<\/strong><\/h3>\n<p>Fast jedes Gedicht hat einen Hinweis auf Blutlinien, weshalb Reinheit und Herkunft von h\u00f6chster Bedeutung sind.<br \/>\n\u201eUnter den V\u00e4tern und M\u00fcttern von denen er abstammt, sein Stamm war der des Al-A`waj\u201c<br \/>\n\u201e&#8230; ihr Vater hat ihre Linie zu den besten des Stammes erhoben&#8230;\u201c<br \/>\nH\u00e4tte aber irgendjemand gedacht, dass es Hufe in diese Liste schaffen w\u00fcrden? Interessant ist, dass der Strahl und eine starker, harter Huf in fast jedem Gedicht erw\u00e4hnt sind. \u201eKein Huf, kein Pferd\u201c trifft in jedem Fall auf die Beduinen-Tradition zu. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der W\u00fcste besteht, entgegen landl\u00e4ufiger Meinung, nicht aus Sandd\u00fcnen, sondern aus einem felsigen, steinigen Untergrund. Hufeisen wurden in den fr\u00fchen Jahrhunderten nicht verwendet, so dass gute Hufe eine Notwendigkeit waren. Ein Huf von bestimmter Qault\u00e4t wurde las eine Schl\u00fcssel-Eigenschaft der Rasse erachtet. Die Beduinen haben ein Sprichwort, das besagt, dass der ideale Huf \u201erund wie der Becher eines Sklaven ist\u201c, oder \u201ewie eine kleine Kindertasse\u201c. Da ich weder den Becher eines Sklaven, noch die Tasse eines Knaben gesehen habe, kann ich nicht genau sagen, was sie mit dieser Analogie meinten, aber der Schl\u00fcssel ist die \u201erunde\u201c From \u2013 nicht zugespitzt, nicht eng, sondern weit und rund, hart wie Feuerstein. Ich frage mich, wieviele Zuchtprogramme des 21. Jahrhunderts den Hufen Bedeutung zumessen, wenn sie ihre Zuchtentscheidung treffen. Dennoch sind diese starken Hufe ein Hauptgrund f\u00fcr das lange \u00dcberleben der Rasse und ihrer Wertsch\u00e4tzung \u00fcber Jahrhunderte hinweg.<br \/>\n\u201eDer Strahl der Hufe \u00e4hnelt, in Hinsicht auf seine H\u00e4rte, einem Dattelkern, der durch seine H\u00e4rte sogar dem Schlag eines Hammers widersteht ohne zu brechen\u201c.<br \/>\n\u201eSie gehen auf Hufen so hart, wie der moosbewachsene Stein im stehenden Wasser.\u201c<br \/>\nHaben Sie bemerkt, dass der \u201eTrab\u201c nicht auf der Liste der Eigenschaften ist, die von den Dichtern genannt wurden? Sie sprechen \u00fcber einen geschmeidigen, leichtf\u00fc\u00dfigen Galopp. Kein arabisches Pferd wurde von den Beduinen jemals auf seinen Trab hin selektiert. In den Worten eines europ\u00e4ischen Reisenden hie\u00df es \u201eDiese herausragende Pferderasse ist auf zwei Gangarten beschr\u00e4nkt, ein majest\u00e4tischer Schritt und ein Galopp mit langem Sprung\u201c. Er f\u00e4hrt weiter fort, dass die Beduinen den Trab als \u201evulg\u00e4r und unedel\u201c erachteten. Und dennoch bewerten wir unsere arabischen Pferde aufgrund ihres Trabes und es ist absolut wahr, dass diese elegante, fliegende Gangart eine charakteristische Rasse-Eigenschaft ist. Aber bedenken Sie, der Trab existiert heute, weil die Beduinen ihre Pferde f\u00fcr Jahrhunderte auf einen schnellen, raumgreifenden Schritt, einen kadenzierten, leichten Galopp und einen effizienten Renngalopp gez\u00fcchtet haben.<br \/>\n\u201eBeritten auf Pferden, die lange Spr\u00fcnge im Galopp machen\u201c.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>DAS W\u00dcSTEN-KRIEGSPFERD<\/strong><\/h3>\n<p>Auch der Hinweis auf die Wendigkeit fehlt in kaum einem der Beispiele, irgendwie verst\u00e4ndlich f\u00fcr ein W\u00fcsten-Kriegspferd, das in \u00dcberraschungsangriffen gegen den Feind verwendet wird.<br \/>\n\u201eSchnell im Angriff, in der Flucht, in der Wendung, aber fest wie ein Fels im Sturzbach.\u201c<br \/>\n\u201eEr verfolgte ein Paar Wildesel in deren Staub: er ist schnell und wendig, wenn er seinen Angriff macht, unersch\u00fctterlich.\u201c<br \/>\nDiese Wendigkeit hat zu der langen \u00dcberlebensdauer der Rasse beigetragen, und stellt sicher, dass das arabische Pferd und das Blut des arabischen Pferdes unverzichtbar f\u00fcr die Kavallerien sowohl der islamischen als auch der westlichen Welt waren. Und noch einmal: Wissen wir, welches der Pferde mit denen wir z\u00fcchten, das wendigste ist? Wie auch der Huf, so ist die Wendigkeit eine Eigenschaft, die die Rasse definiert.<br \/>\nSchnelligkeit war wichtig, sowohl f\u00fcr die Jagd, als auch f\u00fcr den Krieg, und schnelle Pferde wurden hoch gesch\u00e4tzt, was vielleicht hilft zu erkl\u00e4ren, warum das arabische Blut so wertvoll bei der Schaffung des Englischen Vollbluts war.<br \/>\n\u201e&#8230; er ist schneller als der Blitz\u201c<br \/>\n\u201eSchnell war sie, wie ein Strau\u00df, sie galoppierte voller Zorn&#8230;\u201c<br \/>\nDer Charakter kommt wohl gleich nach der Reinheit in der Liste der Eigenschaften, die von den Beduinen gesch\u00e4tzt wurden. In vielen dieser Gedichte wird sowohl der Mut als auch der Sanftmut gepriesen.<br \/>\n\u201eEr ist voller Geist \u2013 dann, wenn er sich beruhigt hat, lenkbar, von sanftem Gem\u00fct und leicht zu kontrollieren\u201c<br \/>\nAusdauer wird, wie erwartet, h\u00e4ufig genannt und ist hoch gesch\u00e4tzt \u2013 wir sehen das Ergebnis bis heute, da der Araber die herausragendste Ausdauerrasse ist da er mehr langsam kontrahierende Muskelfasern hat.<br \/>\n\u201eEr gallopiert weiter, wenn sich andere Pferde vor M\u00fcdigkeit langsam durch den Staub schleppen\u201c.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>GEB\u00c4UDE-EIGENSCHAFTEN<\/strong><\/h3>\n<p>Wenn wir zum Hals kommen, wird der gebogen getragene Hals, der gew\u00f6hnlich mit einem Palmwedel vergleichen wird, am h\u00e4ufigsten genannt, und die Form, und nicht so sehr die L\u00e4nge, scheint von h\u00f6chster Bedeutung zu sein.<br \/>\n\u201eDie Schimmestute, die bekannt, es gibt keine wie sie in der Welt,&#8230; ihr Hals ist gebogen wie ein Palmwedel&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eUnd ich kam angeritten, der Hals meiner Stute gebogen wie eine fruchtbeladene Palme&#8230;\u201c<br \/>\nSoweit ich das aus eigener Beobachtung sagen kann, verschwindet dieser charakteristische Halsbogen heute zusehends.<br \/>\nKommen wir zur Oberlinie \u2013 diese ist interessant, denn die Beschreibungen sind irgendwie widerspr\u00fcchlich. Eine gute Oberlinie ist sicherlich von Bedeutung and wird meist mit der Form einer festen Sandd\u00fcne verglichen oder sogar mit einem Zelt.<br \/>\n\u201eSie hat die Kruppe wie die Decke eines Lederzeltes, in welchem innen die Erbauer den Rahmen gebaut haben\u201c<br \/>\n\u201eSeine Kruppe erinnert an die Sandd\u00fcne, die durch Feuchtigkeit fest wurde\u201c.<br \/>\nEine der wenigen Schilderungen, die das beschreibt, was wir heute als flache Oberlinie meinen, vergleicht den Hengst mit einem anderen W\u00fcstentier.<br \/>\n\u201eEr hat den &#8230;. geraden R\u00fccken eines Wildesels\u201c.<br \/>\nEine hohe Schweifhaltung wird erw\u00e4hnt, aber vielleicht nicht so oft, wie man erwarten w\u00fcrde. Vielleicht, weil man dieses einfach als selbstverst\u00e4ndlich erachtete, da es ja ein so starkes Rassemerkmal ist. Ein vorislamisches Gedicht vergleicht die hohe Schweifhaltung mit einem Skorpion, bereit zum Stechen.<br \/>\n\u201eDie Stute mit hohem Schweif: Ein Skorpion hebt den Stachel.\u201c<br \/>\nIch finde das interessant, denn es erinnert an ein Pferd, das seinen Schweif so hoch tr\u00e4gt, dass er \u00fcber den R\u00fccken geschlagen wird und diese Beschreibung legt nahe, dass arabische Pferde aus dieser Zeit, vor vielen Jahrhunderten, bereits diese Eigenschaft hatten, wie wir sie heute kennen.<br \/>\nBemerkungen \u00fcber die feine Haut und das Fehlen der Haare sind recht h\u00e4ufig und offensichtlich werden Pferde mit langen K\u00f6ten- oder Kinnhaaren kritisch betrachtet, denn \u201ekurz im Haar\u201c ist ein h\u00e4ufig verwendeter Satz in diesen Gedichten.<br \/>\n\u201eMit einem Pferd, dessen Wangenknochen frei von Haaren ist\u201c<br \/>\n\u201eEine Stute&#8230; mit kurzem Haar\u201c<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>DER GEDISHTE KOPF<\/strong><\/h3>\n<p>N\u00fcstern, Augen, ein kleines Maul \u2013 all diesen Markenzeichen des Typs wird Beachtung geschenkt. Aber vielleicht ist es interessant, dass das konkave Profil, das ber\u00fcchtigte \u201egedishte\u201c Gesicht auff\u00e4lligerweise in der direkten Beschreibung fehlt. Diese eine Eigenschaft, die heute v\u00f6llig \u00fcberbewertet ist, scheint in der Beduinen-Tradition keines Lobes Wert zu sein.<br \/>\nIch m\u00f6chte auch noch erw\u00e4hnen, das ein gutes Geh\u00f6r und gute Sehkraft wichtige Eigenschaften f\u00fcr ein Beduinenpferd waren. Ein Pferd konnte den Stamm warnen, bevor der Feind sich n\u00e4herte, oder als erstes das Wild am Horizont erkennen, was f\u00fcr eine erfolgreiche Jagd wichtig war.<br \/>\nIch lebe in der W\u00fcste von Neu Mexiko und kann Ihnen von meiner Stute erz\u00e4hlen, die immer die erste ist, die aufmerksam wird, wenn sich eine Gruppe von Gabelb\u00f6cken n\u00e4hert. Ich kann diese oft erst 15 Minuten sp\u00e4ter sehen, nachdem sie mir \u201egesagt\u201c hat, dass da welche sind. Ich vermute, dass die Beduinen eher auf solche Eigenschaften selektiert haben, als andere, die uns offensichtlicher erscheinen.<br \/>\nIch habe diese poetischen Beispiele genannt und einfach rangiert, weil sie als ausgezeichneter Beweis daf\u00fcr dienen, was in der Beduinen-Tradition wichtig war. Wenn wir das Erbe des arabischen Pferdes weiterf\u00fchren wollen, so gibt es die gro\u00dfe Gefahr, da\u00df wir uns nur auf bestimmte Eigenschaften konzentrieren, und andere aus dem Blick verlieren. Wenn wir dies tun, riskieren wir, die Essenz der arabischen Rasse zu verlieren, und den eigentlichen Grund f\u00fcr deren Erfolg und Langlebigkeit.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>DAS IDEALE REITPFERD<\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr einen Moment will ich zur Kunst zur\u00fcckkommen, die die Sch\u00f6nheit und den Adel dieser Rasse, und ebenso viele Jahrhunderte von Kultur und Geschichte widerspiegelt.<br \/>\nIch habe eine Frage an Sie: Schauen Sie sich die Bilder unten auf dieser Doppelseite an \u2013 was haben sie gemeinsam? Die Pferde sind alle geritten. Haben Sie bemerkt, wieviele der Gedichte sich auf das Pferd und seine Eigenschaften in Zusammenhang mit der Reiterei beziehen?<br \/>\nDie Beduinen-Tradition hat uns das ideale Reitpferd beschert \u2013 ein williger und fr\u00f6hlicher Allrounder, der in vielen Disziplinen verwendet werden kann und in einer un\u00fcbertroffen ist \u2013 dem Distanzreiten. Der Araber ist ein Pferd, das auf geringste Hilfen reagiert und sehr loyal ist. Bedenken Sie, dass die Beduinen ihre reiterliche Tradition ohne Gebisse, Steigb\u00fcgel oder Sporen begannen. Daher ist es kein Wunder, dass der Araber ein so sensibles Pferd ist. Die Gedichte der Beduinen enth\u00fcllen eine gewisse Wahrheit, n\u00e4mlich dass man kein Pferd richtig beurteilen kann, bevor man es nicht unter den verschiedensten Bedingungen geritten hat. Pferde, die nicht die n\u00f6tige Leistung erbracht haben, wurden ohne Zweifel ganz schnell aus der Zuchtpopulation eliminiert.<br \/>\nUnd dennoch haben wir heute sehr viele Z\u00fcchter, die ihre Pferde nie reiten, und einige, die sie nicht einmal einreiten lassen. Und doch werden diese Pferde regelm\u00e4\u00dfig zur Zucht verwendet. Ich war k\u00fcrzlich auf dem Gest\u00fct eines neuen Z\u00fcchters, der viele sehr sch\u00f6ne Stuten und Jungpferde hatte. Wirklich sehr sch\u00f6n. Doch in fast jedem Fall lie\u00df ihr Geb\u00e4ude darauf schlie\u00dfen, dass sie ein recht ungeeignetes Reitpferd abgeben w\u00fcrden. Ich dachte bei mir, w\u00fcrde er wohl mit diesen Pferden z\u00fcchten, wenn er sie selbst reiten m\u00fc\u00dfte? Womit ich nicht sagen will, dass Sch\u00f6nheit sich nicht mit \u00fcberragender Leistungsf\u00e4higkeit unter dem Sattel vereinbaren lie\u00dfe \u2013 wir hatten Jahrhunderte lang sch\u00f6ne arabische Pferde, die uns bewiesen haben, dass diese wunderbare Kombination die Norm, und nicht die Ausnahme darstellt.<br \/>\nIch will Ihnen zwei Beispiele geben, wie schnell man durch Selektion die Rasse-Eigenschaften ver\u00e4ndern kann. Beide Fotos auf zeigen Vollblutaraber. Das erste ist ein Beispiel wie im 20.Jahrhundert in den USA selektiert wurde, um die hohe Knieaktion der dort heimischen Rassen zu imitieren. Das zweite ist ein Beispiel, was man erh\u00e4lt, wenn man Araber f\u00fcr hohe Geschwindigkeit auf kurzer Distanz z\u00fcchtet. Ich zeige diese beiden Beispiele nicht, um diese Pferde oder ihre Z\u00fcchter zu kritisieren, sondern lediglich um zu zeigen, wie Selektion auf eng definierte Kriterien sehr rasch den Rassetyp ver\u00e4ndern kann. Ironischerweise, schauen wir wieder einmal nur auf die Silhouette. Eines oder gar beide Pferde m\u00f6gen durchaus viele der weniger sichtbaren arabischen Eigenschaften haben, \u00fcber die ich gerade gesprochen habe, und die von \u00fcberragender Bedeutung f\u00fcr die Rasse sind. Eine dieser Eigenschaften ist der Charakter, eine Eigenschaft, die nicht sichtbar ist. Dennoch ist es eine der rassetypischsten Eigenschaften, und vielleicht eine von denen, f\u00fcr die die Gefahr besteht, dass wir sie wom\u00f6glich verlieren, wenn wir nicht speziell darauf achten.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>F\u00dcRSORGE ALS BEDUINEN-TRADITION<\/strong><\/h3>\n<p>Man kann den Charakter des Pferdes, wie er sich unter Beduinen-Traditionen entwickelt hat, nicht von Respekt und Wohlergehen trennen, daher will ich beides gleichzeitig behandeln. Eine der herausstechendsten Eigenschaften der Beduinen-Tradition, im Vergleich zu anderen historischen Pferdekulturen, ist, dass die Beduinen das Pferd niemals als Lasttier verwendet haben. Das kann man teilweise mit dem Vorhandensein des Kamels erkl\u00e4ren, aber dennoch: Sie verwendeten ihre Pferde nie als Packpferde, um Wagen zu ziehen, oder vor dem Pflug. Pferde wurden als edle und wertvolle Tiere erachtet, die man durch solche Verwendung nicht erniedrigen wollte.<br \/>\nSogar in vor-islamischen Gedichten gibt es Beispiele, die auf die Bedeutung des Wohlergehens der Pferde hinweisen. Ich gebe Ihnen einige Beispiele, \u00fcbersetzt aus dem arabischen von James Luck. Ich bewundere seine Arbeit, denn \u2013 da ich einige der Texte selbst auch \u00fcbersetzt habe \u2013 verstehe ich die Schwierigkeiten. Aber anders als andere \u00dcbersetzer, hat er nicht versucht, das ganze in Versform zu bringen, sondern hat die Gedichte w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt, wodurch seine \u00dcbersetzungen besonders hilfreich sind, f\u00fcr denjenigen der etwas \u00fcber die Rasse erfahren will.<br \/>\nAus dem Buch von Abu Ubaida ist uns folgendes \u00fcberliefert: \u201e&#8230; die Araber haben nichts und niemanden dieselbe Pflege angedeihen lassen, als dem Pferd&#8230; so sehr, dass ein Araber die Nacht hungrig verbringen w\u00fcrde, w\u00e4hrend der Hunger seines Pferdes gestillt wurde, das Pferd ist ihm wichtiger als er selbst, als seine Familie und seine Kinder. Er w\u00fcrde es tr\u00e4nken mit dem reinen Wasser, w\u00e4hrend er und seine Familie das klare Wasser trinken, und man w\u00fcrde die anderen tadeln, wenn sie ihr Pferd vernachl\u00e4ssigen, wenn es zu d\u00fcnn w\u00e4re oder schlecht versorgt.\u201c<br \/>\nIch denke, der letzte Satz illustriert einen wichtigen Punkt, denn wir tendieren manchmal dazu, das Beduinenleben mit ihren Pferden zu romantisieren, und stellen uns vielleicht etwas idyllisches vor, wie das gro\u00dfartige Gem\u00e4lde \u201eDas arabische Zelt\u201c. Wir m\u00fcssen uns jedoch daran erinnern, dass diese Pferde oftmals kurz vor dem Verhungern waren, und an schweren Verwundungen, die ihnen im Kampf zugef\u00fcgt wurden, gestorben sind. Wir m\u00fcssen auch realistisch sein \u2013 nicht jeder Beduine hat seine Pferde gut behandelt. Aber ich denke, der wichtigste Punkt ist, dass es trotz eines Lebens in Entbehrung und dem t\u00e4glichen Kampf ums \u00dcberleben einen starken Glauben gab, dass Respekt und Wohlergehen des Pferdes \u00fcberaus wichtig sind.<br \/>\nWir haben viele andere Beispiele, wie die, die ihre Pferde nicht gut behandelt haben, von den anderen kritisiert wurden. Aus der gleichen \u00dcbersetzung haben wir ein Beispiel des bekannten Poeten und Kriegers Antar: \u201eOh S\u00f6hne Zabiba`s, was ist mit Eurem Hengstfohlen los, er ist so d\u00fcnn, w\u00e4hrend Eure B\u00e4uche wachsen?\u201c<br \/>\nEin anderer vorislamischer Dichter sagte von seiner Stute: \u201e[Sie] Um Al Hai wird in jedem Wintercamp wie eine Gleiche behandelt. Und wir kleiden Sie, ohne dass jemand uns ermahnt.\u201c<br \/>\nOder: \u201eIch behandle ihn freiz\u00fcgig. Mehr noch als meine Familie. Er hat ein weiches Bett und liebevolle Pflege.\u201c<br \/>\nWieder ein anderer Dichter sagt: \u201eEr ist mir wie meine Familie. Ihm wird zweimal Wasser gegeben, w\u00e4hrend sein Herr d\u00fcnn und ausgemerkelt ist.\u201c<br \/>\n\u201eWir bingen ihr frische Milch, wenn die D\u00fcrre \u00fcber uns kommt, und unabh\u00e4ngig unserer eigenen Bed\u00fcrfnisse, w\u00e4hrend wir nur milchiges Wasser haben, hoffen wir, dass sie es uns zur\u00fcckgibt, von unserem Feind, rasend und erobernd.\u201c<br \/>\nUnd von einer Stute: \u201eIch halte sie so hoch wie mich selbst, oder ein Teil von mir, und ich lege meinen Mantel um sie bei kaltem Wetter&#8230;\u201c<br \/>\nWenn ein Pferd zu einem Araber gebracht wurde, das Gurtendruck hat: \u201eDie Verwandten brachten sie zu mir, sie wurde wundgerieben durch den Gurt und ich versorgte und pflegte sie. Ich gab ihr Medikamente&#8230;\u201c<br \/>\nDer Charakter des Arabischen Pferdes ist ein Geschenk, entstanden in Jahrhunderten des Zusammenlebens mit dem Menschen in einer Umwelt, die unbewohnbar ist f\u00fcr Pferde. Pferde wurden als Teil der Familie sozialisiert \u2013 sie schlossen sich ihrer \u201emenschlichen Herde\u201c an, was bedeutet, dass die Pferde ihren Meister genauso besch\u00fctzten, wie ihr eigenes Fohlen. Selektion bedeutet, dass mit Pferden, die sich nicht an ihren Menschen anschlossen, nicht gez\u00fcchtet wurde.<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>FREUNDLICHKEIT UND RESPEKT<\/strong><\/h3>\n<p>Was wir neu-deutsch unter \u201eimprinting\u201c verstehen, ist Teil der Beduinen-Tradition. Burkhardt, ein Schweizer, der unter den Beduinen in den 1800er in Arabien reiste, schrieb: \u201eDie Beduinen lassen ein Fohlen nie den Boden ber\u00fchren, in dem Moment wo es geboren wird, es wird vielmehr von ihnen in ihren Armen aufgefangen und \u00fcber mehrere Stunden mit der allergr\u00f6\u00dften Sorgfalt behandelt; sie waschen es und dehnen seine delikaten Glieder und liebkosen es \u00fcberall wie ein Kind.\u201c General Daumas berichtet in seinem Buch \u201eDie Pferde der Sahara\u201c weiter, dass nachdem dies erledigt ist, die Mitglieder des Zeltlagers das Fohlen in ihren Armen f\u00fcr eine Weile durch das Lager tragen, inmitten all des Geschreis und des L\u00e4rms, den jedermann macht.<br \/>\nIn James Luck\u2019s \u00dcbersetzung von Abu Ubaida ist ein Vers enthalten, wie die Beduinen sich um eine Stute k\u00fcmmern, nachdem sie geobren hat: \u201eSie hat durch ihre H\u00e4nde geboren, die edle junge Mutter h\u00f6rt ein leises Murmeln, w\u00e4hrend die Nachgeburt abgeht. \u201d<br \/>\nIn einem anderen Beispiel, haben wir die Antwort des Dichters Antar, als er kritisiert wurde von einer Frau wegen seiner Art, ein Fohlen zu behandeln: \u201eErw\u00e4hne mein Fohlen nicht einmal und was ich ihm f\u00fcttere, oder Deine Haut wird wie die Haut einer Heuschrecke sein! Die Morgenmilch geh\u00f6rt ihm, auch wenn es Dich st\u00f6rt.\u201c<br \/>\nDiese Tradition von Ehre und sorgf\u00e4ltiger Pflege und Behandlung der Pferde wurde auch vom Propheten Mohammed betont, nachdem der Islam Einzug gehalten hatte. Ich m\u00f6chte an die islamische Philosophie in Bezug auf die Tierliebe erinnern, und betonen, dass diese Philosophie sich mit dem Islam ausbreitete auf zwei Drittel der damals bekannten Welt. Pferde mit Liebe und Respekt zu behandeln, und mit ihnen in enger Gemeinschaft zu leben, war weitestgehend unbekannt in der westlichen Welt, wo die meisten Pferde einfach als Lasttiere betrachtet wurden. Die Europ\u00e4er waren daher \u00fcberrascht \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen den Pferden und ihren Besitzern in der islamischen Welt.<br \/>\nIn ihrem Buch \u201eNoble Brutes: How Eastern Horses Tranformed English Culture\u201d (Edle Tiere: Wie \u00f6stliche Pferde die englische Kultur ver\u00e4nderten) gibt Prof. Donna Landry einige unwiderstehliche Beispiele. Darunter auch Busbecq, ein Franzose, der das Osmanisches Reich bereiste: \u201eEs gibt keine Kreatur so sanft wie ein t\u00fcrkisches Pferd, keines das respektvoller gegen seinen Meister ist, oder den Pfleger der ihn sattelt. Der Grund liegt darin, dass sie ihre Pferde mit gro\u00dfer Leichtigkeit behandeln&#8230; Daher werden ihre Pferde zu gro\u00dfen Menschenfreunden; und sie sind weit davon entfernt auszuschlagen, zusammenzuzucken oder widersetzlich zu werden, so dass man kaum ein herrenloses Pferd findet.\u201c<br \/>\nGleichzeitig schreibt er \u00fcber den gro\u00dfen Unterscheid zur Pferdebehandlung in Europa: \u201eAber ach! Unsere christlichen Pfleger behandeln Pferde in einer ganz anderen Weise; sie glauben, dass sie nicht richtig gestriegelt sind, wenn sie sie nicht mit ihrer Stimme anschreien, und ihren Kn\u00fcppel oder Peitsche sp\u00fcren lassen an ihrer Seite. Einige Pferde zittern sogar, wenn ihr W\u00e4chter nur in den Stall kommt, so sehr f\u00fcrchten sie ihn.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>DAS URSPR\u00dcNGLICHE FAMILIENPFERD<\/strong><\/h3>\n<p>Der Titel dieses Beitrags beinhaltet den Halbsatz \u201cBedeutung heute\u201d. Von diesem Punkt an, werden die Beispiele von Europ\u00e4ern handeln, die die Beduinen und ihre Pferde beobachtet haben. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass die Europ\u00e4er \u00fcber die Art und Weise schrieben, wie die Beduinen ihre Pferde behandelten, weil dies in so starkem Kontrast zu dem stand, was sie von zu Hause kannten.<br \/>\nW\u00e4hrend ich diese Beispiele erw\u00e4hne, dachte ich wie sehr wir doch die Beduinen-Traditionen sch\u00e4tzen sollten, von denen ich rede und wieviel Bedeutung diese heute noch haben. D\u2019Arvieux, ein franz\u00f6sischer Reisender in der W\u00fcste im 17. Jahrhundert, beschrieb die Behandlung einer Stute in einem Beduinenlager wie folgt: \u201eSie binden sie niemals an, wenn sie nicht gesattelt und gez\u00e4umt war. Sie ging in all die Zelte zusammen mit ihrem kleinen Fohlen und besuchte so jeden; sie wurde von allen gek\u00fcsst und beachtet und man gab ihr etwas. Oftmals kletterte sie \u00fcber einen Haufen Kinder, die am Boden des Zeltes lagen und sie \u00fcberlegte lange Zeit, wohin sie ihren Huf setzten sollte, denn sie ging hinein und hinaus, ohne irgendjemanden zu verletzen. Diese Stuten sind es so sehr gewohnt, in ihrer Familie zu leben, dass sie bereit sind, jede Art von Spiel mitzumachen. Die Araber schlagen sie nie, sie halten viel von ihnen, reden mit ihnen, schimpfen mit ihnen und geben ihnen die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche F\u00fcrsorge.\u201c<br \/>\nRussel schrieb: \u201eEine h\u00f6chst bemerkenswerte Eigenschaft der arabischen Pferde ist ihre Sanftheit, die sie ohne Zweifel der Freundlichkeit verdanken, mit der sie aufgezogen, und von ihrem Herrn ihr Leben lang behandelt werden.\u201c<br \/>\nIn seinem Buch \u201aThe Arab of the Desert\u2018, beschreibt H.R.P. Dickson das bemerkenswerte Verh\u00e4ltnis zwischen den Beduinen und ihren Pferden: \u201eDass die Stute ein Familienmitglied ist, hat einen h\u00f6chst erfreulichen menschenfreundlichen Effekt auf das arabische Pferd allgemein. Es ist reizend zu sehen, wie eine Stute ein Zelt betritt, um vor der kalten Nacht Schutz zu suchen, oder in der Mittagshitze in das Frauenabteil kommt, um den stechenden Sonnenstrahlen des hei\u00dfen arabischen Sommers zu entgehen. Keiner verbietet es ihnen. Sie nehmen Besitz von Rechts wegen, und sie werden begr\u00fc\u00dft, man gibt ihnen wie selbstverst\u00e4ndlich einige Datteln oder etwas Wasser zu drinken. Durch diese Behandlung entwickeln sie eine merkw\u00fcrdige Sanftheit gegen\u00fcber den Frauen, die st\u00e4ndig mit ihnen umgehen, und insbesondere gegen\u00fcber den Kindern im Zelt.\u201c &#8211; \u201eUnd tats\u00e4chlich scheint jede Stute zu verstehen, dass die Kleinen die Kinder ihrer Besch\u00fctzer sind, und sie behandeln sie sanft und mit so viel F\u00fcrsorge, als w\u00e4ren es ihre eigenen.\u201c<br \/>\nLady Anne Blut beobachtet den gleichen Charakterzug und schrieb: \u201eDie Veranlagung des arabischen Pferdes ist freundlich und liebevoll, famlili\u00e4r bis fast l\u00e4stig. Sie haben keine Angst vor dem Menschen, und erlauben es jedem, sich ihnen zu n\u00e4hern und sie am Kopf zu nehmen, wenn sie grasen. Wenn sie zuf\u00e4llig liegen, stehen sie nicht auf, wenn man ihnen n\u00e4her kommt&#8230;\u201c &#8211; \u201eDiese au\u00dferordentliche Sanftheit und der Mut, obwohl teilweise ein Resultat des Trainings, ist auch angeboren, denn ein Fohlen, das im Stall geboren und aufgezogen wird, ist genauso zahm.\u201c<br \/>\nDer Araber wurde seit langem als das ideale Familienpferd erachtet, und die Beduinen-Tradition zeigt, dass diese Rasse tats\u00e4chlich sozusagen das \u201eurspr\u00fcngliche\u201c Familienpferd ist.<br \/>\nWir stellen uns oft vor, wie ein Beduinenkrieger auf seinem Pferd durch die W\u00fcste galoppiert, aber es ist wichtig zu wissen, dass Frauen eine wichtige Rolle in der Ausbildung und in der Pflege der Pferde spielten. Ein vorislamischer Vers eines Gedichts beweist dies: \u201eMit Hinblick auf die Pflege ihrer Pferde, traut der Araber keinem au\u00dfer seinen S\u00f6hnen und seinen Frauen\u201c, und fr\u00fche Gedichte belegen auch, da\u00df es Frauen waren, die die Pferde f\u00fcr den Kampf bereit machten. Ein ber\u00fchmtes Gedicht beschreibt sogar, dass sie in der Schlacht k\u00e4mpften, wenn die M\u00e4nner des Stammes nicht da waren: \u201eUnd die Stuten, die von den Frauen geritten wurden, hatten keine Angst, als sie einen Raubzug kommen sahen und dies zeigt auch den Mut der Frauen, die sie reiten.\u201c<br \/>\nDoch der au\u00dferordentliche Erfolg der Beduinen mit ihren Pferden wurde ohne k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung erreicht: \u201eDie Araber schlagen nie ein Pferd,\u201c beobachteten europ\u00e4ische Reisende, \u201esondern behandeln sie mit viel Freundlichkeit, streicheln und liebkosen sie, reden mit ihnen und sorgen f\u00fcr sie in au\u00dfergew\u00f6hnlichster Art und Weise.\u201c Lady Anne Blunt bemerkte dies ebenfalls und schrieb \u00fcber die Beduinen: \u201eIhr Verdienst als Pferdeb\u00e4ndiger ist unersch\u00fctterliche Geduld. Es ist nicht in ihrer Natur, im Umgang mit dem Tier die Beherrschung zu verlieren, und ich habe nie gesehen, dass sie ihre Stuten in irgendeiner Art schlagen und schlecht behandeln.\u201c Das Brauchtum der Beduinen verlangt, Worte oder Gesten zu verwenden, um Lob oder Unmut zum Ausdruck zu bringen.<br \/>\nAber was ist von dieser Tradition heute \u00fcbriggeblieben?<br \/>\nIch wechsle nun von der fernen W\u00fcste in den modernen Schauring&#8230;<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>SCHAURING-PRAKTIKEN<\/strong><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend Sie die \u201ceingefrorene\u201d Aufstellung eines Schaupferdes sehen \u2013 erkennen Sie die Silhouette, die wir weiter oben diskutiert haben? Aber unsere Pferde sind nicht Modellpferde, keine Felszeichnungen, keine Gem\u00e4lde. Verantwortungsvolles Pferdetraining kann nat\u00fcrlich eine sofortige Strafe f\u00fcr ein Pferd beinhalten, das etwas falsch macht, und nat\u00fcrlich Belohnung, wenn es etwas richtig macht. Aber wir trainieren heutzutage Trainer, Amateur-Vorf\u00fchrer und selbst Kinder ihren Araber zu \u201eshanken\u201c, d.h. ruckartig am Vorf\u00fchrzaum zu ziehen, um eine Reaktion zu erzielen, die aber eigentlich eine Reaktion auf Schmerz und Angst ist.<br \/>\nHat unser edles arabisches Pferd irgendetwas falsch gemacht? Ich glaube nicht. Wir versuchen lediglich eine k\u00fcnstliche Pose zu erzielen \u2013 eine unnat\u00fcrliche Aufstellung, eine aus Starrheit und Angst. Eine Aufstellung, \u00fcber die die meisten Richter sagen, dass sie diese f\u00fcr die Beurteilung des Pferdes gar nicht verwenden.<br \/>\nNat\u00fcrlich wird dieses arabische Pferd, dieses vertrauensvolle Pferd, das uns gefallen will, das sogar ein genetisches Erbe hat, uns nahe zu sein, lernen zu reagieren, und hoffentlich belohnt zu werden, nachdem es die unnat\u00fcrliche Pose eingenommen hat. Aber belohnt wird es nur bis zum n\u00e4chsten mal, wenn es wieder diese richtige Antwort geben mu\u00df, die es aus Angst und durch Schmerzen gelernt hat.<br \/>\nWas glauben Sie, dass eine Gruppe von Beduinen denken w\u00fcrde, die sehen, wie ein Pferd vor einem Vorf\u00fchrer steht und diese Person pl\u00f6tzlich ruckartig an der Vorf\u00fchrleine zieht oder gar das Pferd einsch\u00fcchtert, indem er es an vergangene Schmerzen erinnert. Wie w\u00fcrden diese Beduinen den Blick des Pferdes voller Angst statt voller Stolz und Mut interpretieren? Ich glaube, sie w\u00e4ren entsetzt, und ich denke, wir alle sollten entsetzt sein. Ich glaube, sie w\u00fcrden dieses sinnlose und l\u00e4cherliche Verhalten bestrafen, genau wie sie es vor Hunderten von Jahren gemacht h\u00e4tten, wenn jemand seine Pferde mi\u00dfhandelt h\u00e4tte.<br \/>\nNat\u00fcrlich kommt dieses Verhalten nur bei einem kleinen Prozentsatz derer vor, die heute arabische Pferde lieben und z\u00fcchten. Ich glaube, es gibt eine Mehrheit, die solch ein l\u00e4cherliches Verhalten gegen\u00fcber einem Araber nicht dulden w\u00fcrden. Aber ich glaube auch, es gibt auch immer mehr Z\u00fcchter jedes Jahr, die ihre Pferde aus diesem Grund nicht mehr zeigen, und viele, die kein Pferd verkaufen, wenn es dann in solch einer Art f\u00fcr den Schauring trainiert wird.<br \/>\nEinige Pferde halten dieses Training nicht aus und damit beginnen wir eine Selektion, bei der wir diejenigen arabischen Pferde favorisieren, die die F\u00e4higkeit haben, Mi\u00dfhandlungen zu tolerieren. Kein einziger der europ\u00e4ischen Reisenden in den letzten Jahrhunderten, kein Autor eines Handbuchs f\u00fcr Reitkunst aus dem islamischen Raum bezeichnete jemals das arabische Pferd als \u201everr\u00fcckt\u201c. Sollten wir uns nicht fragen, warum dies heute der Fall ist?<\/p>\n<h3 style=\"font-size: 120%; color: #d4a409;\"><strong>DAS MODERNE GEDICHT<\/strong><\/h3>\n<p>Ich hatte die Idee, wie wohl ein modernes Gedicht an ein arabisches Schaupferd lauten w\u00fcrde. Ich vermute, es gibt viele Gedichte, die sich anh\u00f6ren wie die fr\u00fcheren Gedichte der Beduinen, die den Adel unserer Pferde, ihre Sch\u00f6nheit, Grazie unter dem Sattel und ihren sanften Charakter feiern. Aber was ist mit einem Gedicht an das moderne Schaupferd? Vermutlich w\u00fcrde das Gedicht von einem Trainer geschrieben werden, und nicht vom Besitzer, aber wie w\u00fcrde das Gedicht wohl gehen? Vielleicht in etwa so:<\/p>\n<p>Oh edler Hengst<br \/>\nWie sch\u00f6n Du bist!<br \/>\nAug\u2019 und Maul durch Make-up gedunkelt,<br \/>\nDein Haar geschoren<br \/>\ndurch die Schermaschine,<br \/>\nWie tapfer Du bist, welcher Mut!<br \/>\nVor mir zu stehen, zur Statue gefroren,<br \/>\nmit Angst im Herzen vor meiner Kette und meiner Peitsche.<br \/>\nDu zitterst in Gehorsam auf meine Befehle,<br \/>\nUnd dennoch, reckst Du Dich nach mir, streckst Deinen Hals,<br \/>\nDeine Ohren aufmerksam, um die m\u00f6gliche Strafe zu erkennen.<br \/>\nUnd wenn wir fertig sind,<br \/>\nnimmst Du mein Streicheln auf Deinem Hals,<br \/>\nIch freue mich!<br \/>\nDein Leid hat Deinem Besitzer heute einen weiteren Preis gebracht.<\/p>\n<p>Wollen wir, dass ein Gedicht \u00fcber unsere Schauchampions so lautet?<br \/>\nWir haben Hunderte von Jahren der Tradition in unseren H\u00e4nden \u2013 eine Tradition, die uns die \u00e4lteste und reinste Pferderasse der Welt beschert hat, geliebt von Menschen aller L\u00e4nder und Religionen rund um die Welt. Traditionen, die uns sagen, dass wir dieses edle Pferd respektieren und ehren sollen.<br \/>\nIst es nicht unsere heiligste Aufgabe, dieses Geschenk, das uns gegeben wurde, zu respektieren?<br \/>\nCynthia Culbertson<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der WAHO Konferenz 2014 in Doha, Qatar, hielt Cynthia Culbertson einen Vortrag \u00fcber Beduinen-Traditionen und Pferdezucht. Sie untersuchte, wie die Beduinen ihre Pferde behandelt und versorgt haben, nachgewiesen durch Textzitate in vorislamischen Gedichten. Die Autorin verweist auf die Beduinen-Tradition, ein arabisches Pferd nicht durch Schl\u00e4ge sondern nur durch Gesten und Worte zu trainieren und &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2015\/03\/the-relevance-of-bedouin-traditions-today\/\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4121,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,26,4,7,13],"tags":[],"class_list":["post-1893","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-cynthia-culbertson","category-food-for-thought","category-history","category-no-12015-vol-1","item-wrap"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":true,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1893","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1893"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1893\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5017,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1893\/revisions\/5017"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1893"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}