{"id":9002,"date":"2017-07-30T15:57:18","date_gmt":"2017-07-30T13:57:18","guid":{"rendered":"http:\/\/in-the-focus.com\/?p=9002"},"modified":"2017-07-20T18:47:47","modified_gmt":"2017-07-20T16:47:47","slug":"ulix-malerin-und-multitalent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2017\/07\/ulix-malerin-und-multitalent\/","title":{"rendered":"Ulix &#8211; Malerin und  Multitalent"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-size:120%; color:#d4a409\"><strong>Am 7. April feierte Ursula Lixfeld, kurz Ulix genannt, ihren 80. Geburtstag. Araberfreunde kennen sie noch von ihrer Ausstellung anl\u00e4\u00dflich der 400-Jahr-Feier in Marbach &#8211; aber sie hat weit mehr gemacht in ihrem schaffensreichen Leben!<\/strong><\/h3>\n<p>Ulix &#8211; die Malerin, Illustratorin und Autorin (sie hat 1 Kinderbuch, 1 Jugendbuch, Erz\u00e4hlungen und Lyrik ver\u00f6ffentlicht) ist eine Frau mit bewegter Lebensgeschichte.<br \/>\nVon dem Zeitpunkt an als sie das braune Tagebuch entdeckt hatte, das ihr Vater noch vor ihrer Geburt f\u00fcr sie begonnen hatte und in dem er sein Kind \u201edem F\u00fchrer der Deutschen, Adolf Hitler\u201d (Zitat) widmete und behauptete, sie freue sich \u00fcber die Namen, die ihr die Elterngegeben hatten (Ursula Brigitte Bormet) hatte sie Schwierigkeiten mit eben diesen Namen.<br \/>\nIn ihrer ersten Ehe mit einem Schweizer Geologen Dieser, in der sie haupts\u00e4chlich illustrierte, hie\u00df sie Kunz und nannte sich Urs Kunz-Bormet. Dieser Name steht also auch in den B\u00fcchern an denen sie in dieser Zeit arbeitete.<br \/>\nIn der zweiten Ehe wurde Ursula Lixfeld daraus. Ihr erstes Gedichtb\u00e4ndchen \u201eTraumvogelfedern\u201d erschien unter dem Pseudonym Una Marsal (einem Hugenottennamen aus der v\u00e4terlichen Linie) und das zweite \u201eWenn das Fl\u00fcgelpferd kommt, koch ich kein Gelee\u201d erschien schlie\u00dflich unter dem lakonischen K\u00fcrzel \u201eUlix\u201d mit dem sie schon lange ihre Bilder signierte.<br \/>\nSie hat an der Werk-Kunst-Schule in Wiesbaden studiert (9 Semester, Examen) und anschlie\u00dfend mehr als 40 B\u00fccher f\u00fcr verschiedene Verlage illustriert und zum Teil die Umschl\u00e4ge gestaltet. Mit \u201eFury\u201d und \u201eLassie\u201d (beim damaligen Quelle-Verlag) begann ihre Laufbahn als Illustratorin. Es folgten vorwiegend Tierb\u00fccher, da die Verlage ihre Begabung f\u00fcr die Darstellung von Tieren erkannten, in erster Linie von Pferden, die sie seit ihrer Kindheit auf dem Land faszinierten. Daraus entwickelte sich eine Spezialisierung auf das Thema Pferd.<br \/>\nNachdem sie eine durch brutale Behandlung gef\u00e4hrlich b\u00f6se gewordene Stute zum Reitpferd ausgebildet und somit vor dem Schlachter gerettet hatte, schrieb sie \u00fcber diese Erfahrung das Buch \u201eNur ein Pferd\u201d und versah es mit Illustrationen und Umschlag.<br \/>\nSchon immer zeichnete sie vorwiegend nach der Natur. Ihre Vorbilder suchte und fand sie unter den Gro\u00dfen der Kunstgeschichte. Sie wollte so leichth\u00e4ndig und frei zeichnen k\u00f6nnen wie Rembrandt, Delacroix und andere aber auch anatomisch so pr\u00e4zise wie die bekannten Pferdemaler Gericault, die Adams oder Volkers. Dazu kam die Begegnung mit der \u00e4lteren chinesischen Kunst, die beides vereinte und in deren auf das Wesentliche reduzierten Darstellungen expressiver Ausdruck zum Vorschein kam.<br \/>\n1973 zur 400-Jahr-Feier des Haupt-und-Landgest\u00fctes Marbach in Baden W\u00fcrttemberg, das eine Weltber\u00fchmte Araberzucht beherbergt, organisierte Ulix die erste Ausstellung \u201eDas Pferd in der Kunst\u201d nach dem Krieg. Damit schuf sie ein Forum f\u00fcr die Handvoll Pferdemaler, die es damals gab. Die offizielle Kunstszene interessierte sich zu diesem Zeitpunkt nicht f\u00fcr realistische Pferdedarstellungen. Das erste Angebot f\u00fcr eine Ausstellung in einer Galerie kam aus Paris. Zahlreiche weitere, zum Teil mit internationaler Beteiligung folgten.<br \/>\nAuftr\u00e4ge f\u00fcr Pferdeportraits kamen von Z\u00fcchtern und Reitern. So hat Ulix eine Reihe namhafter Zucht- und Reitpferde aber auch geliebte Familientiere f\u00fcr ihre Besitzer gemalt. Besonders gern denkt sie an das Aquarell von einem Kaninchen, dass sie f\u00fcr einen kranken Jungen portraitiert hat, der es doch so sehr w\u00fcnschte, dass sie sich f\u00fcr ein paar Stunden mit ihren Malsachen zu dem Tierchen in den Stall setzte.<br \/>\nNach ihrem Studium war der Landstallmeister a.D. Hubert Rudofsky, der in den letzten Kriegswirren mit dem amerikanischen General Patton die Lipizzaner rettete, ihr Mentor und strenger Lehrmeister die Pferdeanatomie betreffend. Seine umfangreiche Pferdekunstsammlung, zu der auch zwei Arbeiten von Ulix geh\u00f6ren befindet sich heute im Besitz den Deutschen Pferdemuseums in Verden an der Aller, das ebenfalls das \u00d6lportrait des Vollblutaraberhengstes \u201eKaisoon\u201d besitzt, der einst ein Staatsgeschenk von \u00c4gypten an die Bundesrepublik war.<br \/>\nDie Pferdeportraits wurden zum Brotberuf, dessen Anstrengungen sie sehr forderten. Denn es war ihr wichtig, das jeweilige Tier pers\u00f6nlich kennen zu lernen und zu beobachten, manchmal auch zu reiten, also nicht einfach Fotos abzumalen, die man ihr schickte. Sie fuhr kreuz und quer durch dir Bundesrepublik in die Gest\u00fcte, Reit- und Privatst\u00e4lle, wenn man sie beauftragte, zeichnete und aquarellierte vor Ort und malte das Bild zu Hause im Atelier fertig.<br \/>\nNeben den Pferden dr\u00e4ngte es sie, auch anderes darzustellen. Notwendig wurde immer wieder f\u00fcr sie, sich zu Umwelt- und Tierschutz zu \u00e4u\u00dfern, oder gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Das sind dann keine Bilder, die man sich gerne \u00fcber das Sofa h\u00e4ngt. Aber in Ausstellungen hat sie die Erfahrung gemacht, dass besonders Jugendliche auf diese Bilder reagieren. In Gespr\u00e4chen und Eintragungen ins G\u00e4stebuch gaben sie zu verstehen, dass sie sich entlastet, weil weniger allein f\u00fchlten, wenn sie diese Bilder ansahen. Bei Landschaften und Gartenbildern erholte sich die Malerin zwischendurch. Ferner war Ulix als Dozentin an der VHS Erbach, wie auch an der privaten Kunstschule in Fr\u00e4nkisch Kulmbach t\u00e4tig.<br \/>\nZu den \u00fcber Jahre angewendeten k\u00fcnstlerischen Techniken wie Zeichnung, Pastell, Aquarell, \u00d6l- und Acrylmalerei, sowie Kaltnadelradierung und Vernis mou (Drucktechnik \u2013 Tiefdruck \u2013 weich- locker aus dem Handgelenk) und Monotypie kam das Modellieren hinzu. In letzter Zeit lernte sie mit Gips zu arbeiten, bei dem Bildhauer Thomas Helbing in Barnitz.<br \/>\n1997 zog sie mit ihrem Vollblutaraber \u201eMudar\u201d, den sie als Fohlen vom Z\u00fcchter bekommen hatte, von Hessen nach Schleswig -Holstein. Der Hengst wurde in ihrer Obhut 31 Jahre alt.<br \/>\nEine gro\u00dfe Freude f\u00fcr Ulix ist, da\u00df ihre Tochter Corinna ein besonderes Talent f\u00fcr den feinf\u00fchligen Umgang un ddie Ausbildung von Pferd und Reiter hat und sich trotz der Arbeit mit Haus und Kindern an ihren eigenen Pferden erfreuen kann.<br \/>\n<em>Gabriele Schluck<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 7. April feierte Ursula Lixfeld, kurz Ulix genannt, ihren 80. Geburtstag. Araberfreunde kennen sie noch von ihrer Ausstellung anl\u00e4\u00dflich der 400-Jahr-Feier in Marbach &#8211; aber sie hat weit mehr gemacht in ihrem schaffensreichen Leben! Ulix &#8211; die Malerin, Illustratorin und Autorin (sie hat 1 Kinderbuch, 1 Jugendbuch, Erz\u00e4hlungen und Lyrik ver\u00f6ffentlicht) ist eine Frau &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/2017\/07\/ulix-malerin-und-multitalent\/\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,11,63],"tags":[],"class_list":["post-9002","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news","category-art-artists","category-no-22017-vol-10","item-wrap"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9002"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9003,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9002\/revisions\/9003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/in-the-focus.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}