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Jan 09 2019

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„Beim Amateurcup dreht sich alles um Spaß“

Interview with Lore Beckers –
Siegerin in der „Amateur Halter“-Klasse

Arabische Pferde IN THE FOCUS: Wie lange beschäftigst Du Dich schon mit arabischen Pferden?
Lore Beckers: Ich beschäftige mich quasi seit meiner Geburt mit ihnen. Die ersten eigenen Pferde meiner Eltern waren ein Partbred-Araber und ein Anglo-Araber. Später gründeten sie unser Gestüt VDB Arabians, und so bin ich tatsächlich mit diesen Pferden aufgewachsen.
A. P.: Was gefällt Dir am besten, wenn Du mit arabischen Pferden arbeiten?
L. B.: Was mir an diesen Pferden am besten gefällt ist ihr Charakter, sie lieben es, mit einem zu arbeiten. Wenn man in den Stall kommt, um die Halfter und Bandagen anzulegen, geben sie einem diesen neugierigen Blick. Sie lassen einen nicht im Stich, auch wenn man krank, traurig, gestresst oder sogar wütend ist. Sie sind immer für einen da, um einen zu unterstützen, und sie geben einem das Gefühl, dass man sich immer auf sie verlassen kann. Das ist unbeschreiblich! Ich bin zum Beispiel immer gestresst, wenn ich die Arena betrete, aber dann sehen sie mich mit diesen großen schwarzen Augen an, und alles verschwindet, und das einzige, was dann wirklich wichtig ist, sind wir zwei.
Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass man alles mit ihnen machen kann. Araber sind die vielseitigsten Pferde von allen. Sie sind definitiv nicht verrückt, oder Pferde die nur gut schnauben können und schön aussehen. Von Distanz bis Springen, von Western bis zur Dressur können sie alles!
A. P.: Wie hast Du von der Aljassimya Challenge erfahren?
L. B.: Das erste Mal, dass ich mit der AJF Challenge in Kontakt kam, war bei meiner ersten Show. Es war der European Amateur Cup in Belgien. Eigentlich wollte ich in der Junior-Handler-Klasse anfangen, aber da ich ein Jahr zu alt war, um an diesen Klassen teilzunehmen, musste ich mich für die reguläre Schauklasse mit einem Wallach und einer Partbred-Stute anmelden. Ich habe die Klasse mit dem Wallach gewonnen und war mit der Partbred-Stute Dritte. Es war ein tolles Gefühl, im Schauring zu stehen, und die starke Verbindung zu meinem Pferd zu spüren – das ist einfach unglaublich! Diese Pferde würden alles für dich tun. Als Sahnehäubchen war ich bei meiner allerersten Show als jüngste Teilnehmerin (13 Jahre) die zweitbeste Vorführerin der gesamten Show und bekam von der Aljassimya-Farm ein Ticket für das Welt-Championat am Salon du Cheval in Paris.
A. P.: Was magst Du am meisten an den Shows, an denen Du teilgenommen hast?
L. B.: Auf jeden Fall die Atmosphäre! Beim Amateurcup dreht sich alles um Spaß, es gibt keinen Druck und alle helfen einander.
A. P.: Was bedeutet es für Dich, nach Paris zu reisen?
L. B.: Die AJF Challenge macht wirklich Spaß, es ist ein Wettbewerb in freundlicher Atmosphäre. Aber es ist immer noch ein Wettbewerb, und obwohl ich es wirklich mag, meine Pferde zu zeigen, gibt mir diese Herausforderung noch zusätzlichen Schwung, um an Wettkämpfen teilzunehmen.
Ich möchte mich daher ganz herzlich bei Sheikh Jassim Bin Khalifa Al Thani von Aljassimya für diese Gelegenheit bedanken, und ich hoffe, dass diese Challenge noch viele Jahre bestehen wird!
A. P.: Wie bekommt man alles unter einen Hut – Schule, Pferde, Shows und alles?
L. B.: Um die Pferde für Schauen vorzubereiten, braucht es viel Zeit und in meinem Fall die ganze freie Zeit, die ich habe, aber ich liebe es. Schularbeiten sind immer noch meine Priorität, da ich Tierarzt werden möchte, aber in jeder freien Minute bin ich im Stall, um zu putzen oder mit unseren Pferden zu arbeiten. Meine Eltern unterstützen mich dabei und auch meine kleine Schwester hilft mir an der Schau, indem sie die Pferde putzt. Schauen sind bei uns wirklich eine Familienangelegenheit, wir haben alle unsere „Pflichten“ und wir unterstützen uns gegenseitig!
A. P.: Besten Dank für das Interview und noch viel Erfolg weiterhin!

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