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Aug 02 2016

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Der Ursprung der Arabischen Rasse

Es gibt mehrere Ansätze, um Licht in den Ursprung der arabischen Rasse zu bringen. Einer von ihnen ist die DNA-Analyse, ein anderer sind archäologische Funde. Beide scheinen auf das gleiche Ergebnis zu kommen: Die arabische Rasse entstand in der Region, die wir heute als Syrien kennen.

Genetischer Ansatz

Für seine Dissertation hat Dr. Khanshour von der Texas A&M Universität die genetische Struktur von 537 Vollblutarabern aus sieben Populationen (des Mittleren Ostens wie auch westliche Populationen) mittels Mikrosatelliten analysiert. Außerdem sequenzierte er den gesamten D-Loop der mtDNA von 251 arabischen Pferden. Das Ergebnis zeigte durchweg eine höhere Diversität innerhalb der Populationen des Mittleren Ostens verglichen mit westlichen Populationen. Einheimische Populationen des Mittleren Ostens, wie die syrischen, stellten einen Hotspot an genetischer Vielfalt dar. Typischerweise haben geographische Ursprungszentren die größte genetische Vielfalt, daher scheint das Gebiet in und um Syrien sehr wahrscheinlich das Ursprungszentrum für die Rasse des arabischen Pferdes zu sein, bevor diese sich nach Ägypten, Saudi Arabien und in andere Gebiete ausdehnte, deren Populationen nur einen Teil dieser Vielfalt aufweisen.

Historische Fakten

Seit Tausenden von Jahren ist die Levante (östliches Mittelmeer) ein Schmelztigel von verschiedenen Kulturen mit ihren Handelszentren und den Kreuzungsrouten der Handelswege, wie die Seidenstraße, Weihrauchstraße, etc. Entlang dieser Routen haben sich Religionen, Handel und Technologie verbreitet. Weiter wird das Domestikationszentrum des Pferdes in den Eurasischen Steppen vermutet, wo dies irgendwann nach 4000 v.Chr. stattfand. Von hier gelangte das Pferd vermutlich entweder als Lasttier oder Handelsware entlang dieser Handelswege in die Levante. Eine kleine Pferdeskulptur wurde von einem Team der Universität von Chicago in Tell Es-Sweyhat, einer Ausgrabunggstätte am Euphrat in Nordsyrien (im alten Mesopotamien) gefunden, das auf etwa 2300 v. Chr. datiert wird und damit die älteste Figur eines domestizierten Pferdes darstellt.
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Nach Dr. Sandra Olsen, einer Zooarchäologin und Kuratorin am Institut für biologische Vielfalt und Museum für Naturgeschichte an der Universität in Kansas, reichte während des „Neuen Königreiches“ das Ägpytische Reich bis in diese Gegend (Levante) und es gibt Überlieferungen von Tuhotmos III (1479-1425 v.Chr.), der Pferde und Streitwagen als Kriegsbeute aus Syrien mitbrachte. Zur Zeit von Amenophis II (1427 – 1401 v. Chr.), wurden Pferde häufig in ägyptischen Gräbern dargestellt. Die frühesten Felszeichnungen (Petroglyphen) in Saudi Arabien, die Pferde mit arabischen Eigenschaften darstellen datieren dagegen gemäß der dazugehörigen Inschriften auf 800 – 200 v. Chr. Es scheint also, dass die archäologischen Funde die genetischen Befunde bestätigen, und somit Syrien und die umliegenden Gegenden die wahrscheinlichste Quelle für die arabische Rasse darstellen.

Die Stämme „entzaubert“

Ein weiterer interessanter Aspekt der Forschung von Dr. Khanshour ist, dass sich keine Hinweise darauf ergaben, dass die arabische Rasse ein Klassifikationssystem nach den traditionellen mütterlichen Stämmen besitzt. Vielmehr scheint es, dass die Stämme (Hadbah, Hamadaniah, Dahmah, Koheilah, Obeyah, Saklawiah, and Muniqui) in einem sozio-historischen Zusammenhang gesehen werden müssen, und nicht auf genetischen Unterschieden basieren.
Gudrun Waiditschka

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