[:de]Erhaltungszucht –
Sackgasse oder Vision mit Zukunft[:en]Preservation Breeding –
Dead End or Vision with a Future?[:]

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Am Beispiel der Weil-Marbacher Vollblutaraberzucht

1817 gründete König Wilhelm I. sein Königliches Privatgestüt in Weil und Scharnhausen. Im nächsten Jahr feiert daher die Weil-Marbacher Vollblutaraberzucht ihr 200-jähriges Jubiläum. Grund genug, sich über den Fortbestand dieser Teilpopulation innerhalb der Vollblutaraberzucht Gedanken zu machen.

Um sich dem Thema „Erhaltungszucht“ innerhalb der Vollblutaraberzucht zu nähern, müssen wir uns zuerst anschauen, was denn Erhaltungszucht im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet:
Unter Erhaltungszucht versteht man allgemein die Züchtung gefährdeter Tierarten und Nutztierrassen mit dem Ziel, diese vor dem Aussterben zu bewahren. Dies dient u.a. dem Erhalt der Biodiversität, d.h. man versucht damit zu verhindern, dass sich der Genpool weiter verengt. Im Bereich der Nutztiere, wozu auch die Pferde gehören, wurde durch gezielte Züchtung eine einzigartige Vielfalt an Tierrassen mit oft ganz speziell ausgeprägten Eigenschaften entwickelt. Diese Tierrassen waren optimal an die jeweiligen Klima-, Futter- und Landschaftsverhältnisse angepasst. Sie wurden speziell für die jeweiligen Ansprüche und Nutzungsbedürfnisse des Menschen gezüchtet und haben dadurch entsprechende Eigenschaften erhalten. Hier in Marbach sind die Alt-Württemberger und das Schwarzwälder Kaltblut ein Beispiel für Erhaltungszuchten.
Nun kann man beim Vollblutaraber nicht von einer „gefährdeten Tierart“ sprechen, noch nicht einmal als Rasse ist er gefährdet. Aber die Araberzüchter unterscheiden gemeinhin innerhalb der Rasse verschiedene Teilpopulationen, die sich in ihrer geschichtshistorischen und geografischen Herkunft unterscheiden.
Auch in der Araberzucht spricht man daher von Erhaltungszucht („preservation breeding“), wenn es um eine solche Teilpopulation geht, die aus dem einen oder anderen Grund von ihren „Anhängern“ als erhaltungswürdig gilt. Diese Gründe sind z.B. die kulturhistorische / geschichtliche Herkunft oder spezielle Eigenschaften.

Warum – Was – Wie?

Wenn wir innerhalb der Araberzucht über Erhaltungszucht sprechen, drängen sich drei Fragen auf:
1) WARUM will ich diese Teilpopulation erhalten?
2) WAS will ich eigentlich erhalten (den Phänotyp? den Genotyp? oder bestimmte Eigenschaften?)
3) WIE kam man diese Teilpopulation erhalten?
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Exemplified by the Weil-Marbach breeding programme

In 1817, King William I. of Württemberg founded his Royal Stud of Weil and Scharnhausen. Therefore, the Weil-Marbach Arabian breeding programme celebrates its 200-year-anniversary next year. Reason enough, to be concerned about the continued existence of this subpopulation within the Arabian horse breed.

Preservation breeding means breeding of endangered animal species and livestock breeds with the aim, to preserve them from extinction. The aim is also to preserve biodiversity, i.e. to counteract the narrowing of the genepool. A variety of horse breeds with specific characteristics were developed through selective breeding which were optimally adapted to climate, feed, landscape conditions and usage requirements of people. Examples of preservation breeding in Marbach State Stud are the breeds of Old Württemberg horses as well as the Black Forest Draft horse.
In purebred Arabian breeding, one can not speak of an endangered species – even as a race the Arabian horse is not threatened -, but due to historical and geographical origins, Arab breeders differentiate several subpopulations within the breed. Therefore, to preserve certain subpopulations is also referred to as „preservation breeding“. The reasons, why such subpopulations are important to certain breeders are their cultural / historical origin or special features.
In Arab horse preservation breeding, three questions need to be answered:
WHY do we wish to preserve this subpopulation?
WHAT is it, that we wish to preserve (the phenotype, genotype, or certain characteristics?)
HOW can we preserve this subpopulation?
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